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Die Saalach, zweitgrößter Fluss des Landes
Salzburg, ist ein Gebirgsfluss. Auf 1.940 m Höhe
nördl. der Kitzbüheler Alpen, wird sie von mehreren
Quellen gespeist, die sich tosend über die Saal-
wände in das Glemmtal stürzen (Gemeinde Saal-
bach Hinterglemm). Der Ortsname verrät bereits
ihren Namen „Saale“, von den Bewohnern auch
„Salpach“ bezeichnet. Nach etwa 25 km verlässt
der Salpach (Saalach) das enge Glemmtal.

Unmittelbar vor
Maishofen wurde das Flussbett auf einer Länge
von 6,5 km westlich am Dorf vorbei reguliert (1949-1976). Der kanalartig ausgebaute, struktur-
arme Fluss wurde mit standortheimischen Bäumen
und Sträuchern bepflanzt und mit Steinversatz
dereguliert. Im Gebiet der Stadt Saalfelden wurde
zur selben Zeit die Regulierung fortgesetzt (siehe
Info-Anlage Saal felden, Maishofen, Viehhofen).
Ab dem Gemeindegebiet von St. Martin, Lofer,
Unken und Schneizlreuth bis Unterjettenberg
(Gemeinde Schneizlreuth, Lkr. BGL) ist die Saalach
natürlich bis naturnah einzustufen.

Abschnittsweise hat sie ihren Wildflusscharakter
behalten. Die biologische Gewässergüte zeigt ein
von Kleinstlebewesen dicht besiedeltes Flussbett
(siehe Info-Anlage St. Martin). Mit dem Bau der
Talsperre in Kibling (Kiblinger Sperre) im den
Jahren 1910/13 wurde die Saalach als Fließge-
wässer-Lebensraum unterbrochen. Die Fortpflan-
zungsmöglichkeit für die aufgezeigten Lebewesen
im Wasser sowie für die heimischen Fischarten ist
dadurch erheblich beeinträchtigt. Im weiteren
Unterlauf ist die Saalach bis auf etwa 1 km langen
Abschnitt, zwischen der Autobahnbrücke und dem
Ausleitungsbauwerk Käferheim, voll reguliert.

Flussbettverlagerung im Stadtgebiet von Bad
Reichenhall, mehrere Querbauten (Sohlabstürze)
und Ausleitungsbauwerke nehmen dem Gebirgs-
fluss seine angestammten Eigenschaften: kaltes,
sauerstoffreiches, über schotterigen Flussbett-
grund mit Feststoffeinflüssen schnellfließendes
Wasser. Der Geschieberückhalt hat zu einer Ein-
tiefung des Flussbettes geführt, welche die
Wasserwirtschaft zu umgehenden Handlungen
veranlasste. Strukturverbesserungs- und Sohl-
sicherungsmaßnahmen wurden in den vergan-
genen Jahren eingeleitet. Mit Verabschiedung der
Saalachresolution (2001) und Selbstverpflichtung
durch die Anliegergemeinden, zu der sich auch die
Gemeinde Weißbach bei Lofer unterschriftlich
bekennt, sind weitere Deregulierungsmaßnahmen
zu erwarten.

Schwalbenschwanz
Er besucht verschiedenste Blüten zur Nektar-
aufnahme. Sie fliegen sehr schnell und meist
über längere Strecken. Im Jahresverlauf sind
2 Generationen üblich. Er gehört zu den 16
äußerst selten gewordenen Schmetterlings-
arten, die in der Gemeinde Weißbach bei Lofer
noch vorkommen.

Weißbach bei Lofer 1993

Hochwasser 2002, Frohnwies – Ortsteil Diesbach

Hochwasser 2002 in den Hohlwegen – Blick
Richtung Süden

Weißbach bei Lofer mit Blick nach Norden
(Hintertal) zum alten Grenzübergang Hirschbichl

Reguliertes (umgeleitetes) und mit Steinversatz
ausgebautes Flussbett der Saalach, Gemeinde
Maishofen; Blick Richtung Steinernes Meer

Die Saalach im Mündungsbereich des Steinbaches,
Gemeinde Unken (Landesgrenze); Deutlich zu
erkennen ist das reich struckturierte Flussbett
mit Schotterbänken, Uferanriss und turbulentem
Wasser, das die Äschen- und Bachforellenregion
aufzeigt.

 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites