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Weißbach 1885

Weißbach 1940 Blick in das Hintertal zum alten
Grenzübergang Hirschbichl

Florianifeier 2004 mit Musikkapelle und FFW
Weißbach

Palmsonntag 1985 Kinder mit typischen
Palmbuschen

Fronleichnam 1968 mit Skapulierbruderschaft
aus der Zeit des Kirchenbaus

Weißbach bei Lofer 1971 – Blick Richtung Süden
(Lofer) Saalachtal, typisches Trogtal mit den
seitlich flankierenden Bergen

Als geistlicher Staat war das Fürsterzbistum und
Land Salzburg in Pfleggerichte gegliedert. Sie
waren Verwaltungsmittelpunkte mit Sitz am Ort
ihrer Burgen. Die Salzburger Pfleggerichte im
Gebiet der EuRegio sind teilweise aus älteren
Gerichtssprengeln entstanden, die von den Grafen
von Plain als Alterlehen der bayerischen Herzöge
verwaltet, an ihre Dienstmannen übertragen
wurden, wie z.B. die Gerichte Lofer (Luftenstein)
und Lichtenstein (Saalfelden).

Dem Pfleger waren bis 1848 die Zechen unterstellt;
mehrere Orte waren zusammengefasst, denen der
Zechmeister vorstand und dem Pfleger gegenüber
verantwortlich war. Nach dem im Kronland Österreich
erlassenen provisorischen Gemeindegesetz von
1849, dessen Grundsatz die freie Gemeinde war
und Ortsgemeinden zu bilden waren, entstanden
1850 aus den ehemals 12 Zechen des Pflegge-
richtsbezirkes Lofer die Marktgemeinde Lofer und
die Gemeinde St. Martin, welche von Reith bis
Weißbach reichte. Der zu Saalfelden gehörende
Ortsteil Oberweißbach wurde erst 1908 der
Gemeinde St. Martin eingegliedert.

Im Jahr 1938 wurde Lofer durch Zusammenlegung
der Gemeinden Lofer und St. Martin als Großge-
meinde gebildet. Nach dem zweiten Weltkrieg
(1939-1945) haben sich aus der Bevölkerung
Bestrebungen durchgesetzt, die beiden früheren
Gemeinden wieder zu verselbständigen. Ein verant-
wortungsfreudiges Komitee von Weißbachern hat
die Gelegenheit wahrgenommen, das unnatürlich
von einander geteilte Weißbach, weit entfernt von
ihren Gemeinden Lofer und Saalfelden, als selbst-
ständige Gemeinde zu gründen. Die Bemühungen
führten zum Erfolg. 1946 wurde ein provisorischer
Gemeindeausschuss ernannt und 1949 kam es zur
ersten frei gewählten Gemeindevertretung Weiß-
bach bei Lofer.

Mit Ergeiz, Fleiß und Spendenfreudigkeit enga-
gierten sich die Bewohner der Ortsteile der neuen
Gemeinde. Die bayrische Forstverwaltung in St.
Martin half dabei mit. Noch im selben Jahr wurde
die Kirche innen und außen renoviert. Für das bau-
fällige Kriegerdenkmal wurde ein neues erstellt,
gleichzeitig der Vorplatz neu gestaltet. Mit geord-
neten Finanzen konnte 1953 die Wegeanlage in
der für den Tourismus so wichtigen Seisenberg-
klamm instand gesetzt werden. Im Jahr 1954
gründete sich ein Verschönerungsverein, der ein
Jahr später bereits in „Fremdenverkehrsverein“
umbenannt, sich hierfür voll einsetzte.

Wappen der Gemeinde
Weißbach bei Lofer
„In blauem Schild ein goldener
zwölfendiger Hirsch, ruhend auf
einem, von silbernen Wellen- balken überzogenen grünen
Dreiberg. Hirsch und Berg
deuten auf den Paß Hirsch-
bühel hin, der in alter Zeit
verkehrsmäßig und wirtschaftlich
für das Gemeindegebiet von
hoher Bedeutung war, der
silberne Wellenbalken entspricht
dem Namen der Gemeinde.“

Weißbach bei Lofer (Ortsmittelpunkt Pfarrkirche
mit Pfarrhaus)

Nächtigungszahlen 1948 mit 252 und 1975 schon
mit über 33.000, bei 444 Betten und 190 Beher-
bergungsbetrieben, bauten den Fremdenverkehr
erfolgreich zu einem weiteren Erwerbszweig auf.
Der Bau des Diesbachkraftwerkes 1962 in Verbin-
dung mit diversen Straßenausbauten (Kallbrunnalm
und Diesbachstausee, Diesbachalm) konnte unter
schwierigsten Bedingungen bei den Höhenlagen
1964 erfolgreich abgeschlossen und im Herbst des-
selben Jahren in Anwesenheit von Landeshaupt-
mann eingeweiht werden.

Die Volksschule konnte 1968/69 neu gebaut
werden. Ab der 5. Klasse besuchen die Schüler die
Hauptschule in Lofer. Die Schulbildung in Weißbach
kann bis in das 17. Jahrhundert zurück verfolgt
werden. Die 1907 gegründete Feuerwehr konnte
zuletzt 1969/71 mit einem modernen Löschgerät
und einem den schwierigen Geländeverhältnissen
in der Gemeinde Weißbach bei Lofer angepassten
Fahrzeug ausgerüstet werden.

Die verschiedenen Vereine sorgen für ein gesell-
schaftliches Miteinander. Die bereits 1906 gegrün-
dete Musikkapelle sorgt mit ihren öffentlichen Auf-
tritten sowohl an kirchlichen Festen, wie auch im
Fremdenverkehr mit heimatlichen Klängen und
Unterhaltungsmusik. Das im Jahr 1962 errichtete
großzügige Gemeindehaus ist heute neben der
Kirche Mittelpunkt der Gemeinde Weißbach bei Lofer.

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites