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Feuerwehrhaus in Viehhausen

Musikkapelle Wals

Das mannigfaltige Landschaftsbild im einstigen
Mündungsdelta (Flussdreieck Saalach-Salzach)
erscheint nicht nur in den Gipfeln des 1.850 m
hohen Untersberg, das Lattengebirge und Staufen,
westlich des Högl mit seinem Flyschrücken bis zur
Saalleiten und den flussabwärts begleitenden
Moränenhügeln beidseits der Saalach. Es ist viel-
mehr die weite Ebene des Walserfeldes. Dieses
fruchtbare Kulturland reicht in seiner Entstehung
bis in die graue Vorzeit, wo Urströme aus dem
Innergebirge der Saalach und Salzach unvorstell-
bare Schottermassen hierher abluden.

Diese sind im Laufe tausender Jahre seit der Eis-
zeit errodiert. Durch diese Verwitterung bildete sich
eine äußerst fruchtbare Humusschicht, die mindes-
tens schon seit der Römerzeit von Bauern bewirt-
schaftet wurde. Seit jeher ist nun das Walserfeld
dank der bäuerlichen Familienbetriebe mit ihren
erfolgreichen und reichhaltigen Gemüseanbau weit
über die Landesgrenze bekannt. Im Hofverkauf,
aber auch auf Bauernmärkten im Land Salzburg
und dem angrenzenden bayerischen Raum ist das
frische Walser Gemüse hoch geschätzt.

Der Gemüsegarten Salzburgs bringt Produkte der
höchsten Qualität hervor.

Goiser Schnalzer
Ein vorchristlicher Lärmbrauch, der den Winter
austreiben und den fruchtspendenden Fühling zum
Leben erwecken soll. Dieser seit Generationen
ausschließlich auf den Raum an der Saalach und
Salzach beschränkte, im Flachgau und Ruperti-
winkel gemeinsam gepflegter Brauch, wird nur in
der Zeit vom 26. Dez. bis Aschermittwoch alljährlich
im Wettstreit ausgetragen.

Reitergruppe Wals

Haustürstock mit Högler Sandsteinportal –
Reiterbauer in Wals

Trotz mehrmaliger Hochwasser, kriegerischer Über-
fälle und Plünderungen, ließen sich die Bewohner
des Walserfeldes nicht vertreiben. Das Gesell-
schaftliche Leben konnte sich seither vielfältig
entfalten. Das Brauchtum und Vereinsleben wird
lebendig gepflegt. Die Musikkapellen, Kamerad-
schaften, Sportvereine, Schnalzer und Trachten-
vereine prägen die Dorfgemeinschaft.

Gerade dies es gesellschaftlich kulturelle Leben
miteinander hat seine Wurzeln bewahrt. Die
heutige Zeit machte es möglich, dass man auch
beidseits der Saalach wieder wirtschaftlich mitei-
nander tätig werden kann. Wals-Siezenheim und
die Nachbargemeinde Ainring pflegen seit einigen
Jahren durch vertragliche Abkommen (neue Brücke
in Hammerau nach Grünau) und die Regelung der
Abwasserentsorgung der Gemeinde Ainring über
das Kanalnetz von Wals-Siezenheim zur Großklär-
anlage Salzburg, ihre enge wirtschaftliche
Verbindung.

Der jährliche Bauernmarkt (Nepomukmarkt) auf
der neuen Hammerauer Brücke ist genauso eine
Selbstverständlichkeit, wie das traditionelle
Schnalzen im Wettbewerb mit den Passen im
Rupertiwinkel. Die einstige Zusammengehörigkeit
zeigt sich für den Betrachter im Orts- und Land-
schaftsbild unserer Kulturlandschaft noch deutlich.

Die Gemeinde Wals-Siezenheim hat nach dem 2.
Weltkrieg eine rasante wirtschaftliche Entwicklung
erfahren. Auf dem Gebiet der Infrastruktur sind
alle Vorkehrungen getroffen. Schul- und Kinder-
gartenwesen, Sportplätze, Feuerwehrewesen,
Altenbetreuung, Kanalisation und Wasserver-
sorgung sind am neuesten Stand vorhanden.

Ein typisches Flachgauer Bauernhaus, wie sie
beidseits der Saalch heute noch das Orts- und
Landschaftsbild markieren. Das unverputzte
Mischmauerwerk aus Högler Sandstein, Achtaler
Schlacke und einem stilvoll geformten Sandstein-
portal verkörpern die Zeit des salzburgischen
Erzbergbaues am Teisenberg.

 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites