Hier geht es zurück zur Hauptübersicht Seite 1 Seite 2Seite 3Seite 4Hier geht es zur Homepage

Salzfuhrwerk

Saalach am südl. Ortsende von Bichlbruck mit
Saalachleite

Historische Landwehrschützen Wals – im
Hintergrund der Untersberg

So steht es geschrieben im Pachtvertrag mit der
Äbtissin des Nonnbergklosters in Salzburg im Jahr
1420. Die älteste urkundliche Erwähnung von
Bicheln fällt in die Zeit 907-927.

Übersichtsdaten:
Im Jahr 908 bestand in Bichlbruck eine Überfuhr,
welche die Verbindung zu den Ortschaften beid-
seits der Saalach herstellte. Sie war im Besitz des
Erzbischofs von Salzburg. Im Jahr 923 wurde ein
„Ferge“ = Schiffsmann mit seinen Schiffen
urkundlich benannt. Es wird an genommen, dass
die später errichtete Brücke der Ainringer Furt und
Überfuhr nachfolgte.
1117 gehörte die Bichlbrücke dem Damenstift des
Klosters Nonnberg;
1337 gibt ein Protokoll Aufschluss über die
Brückenmaut. Wegen dieser Mautgebühr kam es
zwischen Grundanrainern und dem Kloster zu
heftigem Streit.
1342 wird die Bichlbrücke von dem Kloster
verpachtet. Zu der Zeit hatte der Flussübergang
für den Reichenhaller Salztransport größte
Bedeutung.
1420 wird die Brückenmaut zu „Bicheln an der
Saal“ erneut verpachtet.
1554 wurde Michael Hogker Mautner an der
Bichlbrücke. Die Maut war bis um 1760 im
„Hogkerschen“ Familienbesitz
1572 wird die Brücke durch ein Hochwasser zerstört.
1577 erlässt das Kloster Nonnberg erneut eine
Mautordnung
1598 werden die Saale- und die Bichlbrücke durch
ein gewaltigesHochwasser (14.-17. August) erneut
weggerissen. Alle Mühlen und Schmieden standen
still.
1878/79 fuhren viele Fuhrwerke auch mit Torf
über Wals nach Hammerau
1899 wurde die Brücke zu Bichlbruck wieder durch
ein Hochwasser weg gerissen. Die Brücke wurde
nicht mehr errichtet. Gründungspfähle aus Holz
bezeugen bei Niedrigwasser heute noch den einst
so bedeutenden Übergang über die Saalach. Eine
kleine Kapelle (Bildstock) am südl. Ortsende in
Bichlbruck neben dem alten Mauthaus markiert
zur Erinnerung diese geschichtsträchtige Stelle.

Die Maut zu Bichlbruck war nicht immer besetzt.
Vor allem dann, wenn der Mautner seine land-
wirtschaftlichen Grundstücke bewirtschaften
musste.

Der Übergang war folglich sehr beliebt. Besonders
bei den Schmugglern, welche die „Nichtdienst-
zeiten“ gut kannten. Wenn sie erwischt wurden,
hat man ihnen das Schmuggler gut samt Ross
und Wagen eingezogen. Sie wurden jedoch nicht
bestraft.

Damit es im Ernstfall nicht zu teuer kam, spannten
sie meist ein krankes oder wenig wertvolles Pferd
vor dem schlechten Wagen (Max Wieser, Schloss
Staufeneck).

Im Jahr 1604 kam es am Walserberg wieder
einmal zu Grenzstreitigkeiten, weil sich immer
mehr der Weg über den Walserberg nach Schwarz-
bach einbürgerte.

Walser Birnbaum – das Wahrzeichen der Gemeinde Wals-Siezenheim

 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites