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Mit Blick vom 2.009 m hohen Saalkogel befinden wir uns
östlich der KitzbĂŒheler Alpen auf 1.940 m im Quellgebiet
der Saalach.

Die erste grĂ¶ĂŸere Ansiedelung am Fluss fĂŒhrt den Namen
„Saalbach“, der auf den Flussnamen zurĂŒckzufĂŒhren ist.
In alten Urkunden heißt sie „Glemt“, was in Pinzgauer
Mundart wie „Dlemm“ ausgesprochen wird. Glemmtal, wie
Klamm (eingeklemmt) wegen des engen Tales. Auf 102
km LĂ€nge fließt die Saalach durch den unteren Pinzgau
im Saalachtal, Land Salzburg.

Als Grenzfluss mittig fließt sie ab Steinbach, Gemeinde
Unken und Melleck, Gemeinde Schneizlreuth, Landkreis
Berchtesgadener Land (Bayern) wiederholt sich ab rund
150 m flussabwĂ€rts der AutobahnbrĂŒcke (A8) MĂŒnchen-
Salzburg bis zur MĂŒndung in die Salzach auf Höhe 404m
ĂŒber NN zwischen den StĂ€dten Salzburg, Ortsteil Liefering
und Freilassing, Ortsteil Salzburghofen/Bayern.

Es handelt sich hierbei um einen so genannten Gebirgs-
fluss, der sich durch ganzjÀhrig kaltem meist klarem
schnellfließenden Wasser mit stark schwankenden
WasserstÀnden auszeichnet. Einige Flussabschnitte
werden noch als naturnah bezeichnet (siehe Raum Lofer/
Unken und Melleck/Schneizlreuth).

Das Einzugsgebiet betrÀgt insgesamt 1034 m2. Ab der
Grenze Unken/Schneizlreuth bis zur Salzach wird die
Saalach nach jÀhrlicher Untersuchung durch die Wasser-
wirtschaft als mĂ€ĂŸig (GĂŒteklasse II) eingestuft, was
laienhaft als sauberen Fluss bezeichnet. (NĂ€here
technische Daten erfahren Sie an der Informations-
anlage in Bad Reichenhall Standort StaufenbrĂŒcke).

Viehhofen im Glemmtal in Richtung Talschluss mit den Einzel-Lehenshöfen aus dem 17./18. Jahrhundert
innerhalb der typischen Rodungsinseln

Viehhofen im Jahre 1911 ĂŒber dem vermeintlich hochwasserfreien Talboden der „Sale“ und den
einmĂŒndenden SeitenbĂ€chen

BĂ€che, FlĂŒsse, Seen sind gleichzeitig naturnahe Lebens-
rÀume
und prÀgende Elemente unserer Kulturlandschaft.
Der Bach zeichnet sich durch eine extreme die Vielfalt der
TeillebensrÀume in eine Abfolge kleinteiliger Strukturen
aus. Rasch durchströmte Abschnitte wechseln mit Still-
wasserbereichen, seichte Stellen mit tiefen Gumpen. Je
nach Strömungsgeschwindigkeit und geologischer
Beschaffenheit des Bodens werden Schotter, Sand und
dgl. in unterschiedlichster Beschaffenheit verfrachtet und
abgelagert.

Die Saalach in ihrem Ursprungstal der Alpen besitzt ein
starkes GefÀlle mit folglich einem geradlinigem Verlauf
und schmalen Auwaldbereichen. Das kalte Wasser ist
sauerstoffreich und nahrungsarm. Die vielen SeitenbÀche
erreichen bei Hochwasser eine kaum abschÀtzbare, hohe
Fließgeschwindigkeit. Erosion der Prallufer u. Anlandungen
an den Gleitufern im unteren Verlauf sind Folgen.

Terrassenartige SeitenmorÀnen aus der Nacheiszeit, vor
etwa 10.000 Jahren, ĂŒber dem Bach/Flussbett wurden
daher in den AnfÀngen der Siedlerzeit um etwa 600 n.Chr.
aus SicherheitsgrĂŒnden fĂŒr eine dörfliche Ansiedlung
ausgemacht. Das Urtal gab fĂŒr eine geschlossene Wohn-
bebauung kaum mehr her. Die verschiedenen Rodungsinseln blieben dem Bauern vorbehalten. Sie waren
aus rĂ€umlichen GrĂŒnden fĂŒr eine Gemeinschaft orientierte
Ansiedlung nicht brauchbar.

Die GelĂ€ndeverhĂ€ltnisse des Glemmtales („Glemm-Tal“=
enges Tal) waren fĂŒr eine damalige Besiedelung nicht
geeignet, jedoch ist die Rede von einer Landnahme
verteidigungsbereiter Ureinwohner bis zur Römer- und
Bajuwarenzeit. Man nimmt an, dass es sich vor rund 2ooo
Jahren noch um ein „Urtal“ mit all seinen Gefahren und
Hindernissen fĂŒr sesshaft werdende Menschen gehandelt
haben muss, welches noch kaum von Menschen geprÀgt
sein konnte. Der ĂŒber Jahrhunderte urgeschichtliche
Bergbau ist zwar nachweislich belegt, von festen Wohn-
bauten fehlt jedoch jegliche Spur. Inwieweit diese
Menschen im Bergbau sich vor Ort (also nicht im Tal) fĂŒr
lÀngere Zeit aufhielten, bleibt Vermutung.

Im Jahr 1912 gaben komponente Naturelemente erstmals
fĂŒr die Bewohner des Glemmtales ihre Auswirkungen preis.
Sintflutartig vereinnahmte das örtliche Flusssystem
(Saalach mit NebenbÀchen) zusammen mit der Schnee-
schmelze den gesamten Kultur-Talraum.
 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzĂŒberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit UnterstĂŒtzung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
EuropÀischen Union
mit Mitteln aus dem
EuropĂ€ischen Fond fĂŒr
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites