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Quellbereich: Quellfl√ľsse im Saalkar,
oberhalb der Saalwände, Gemeinde-
bereich Saalbach-Hinterglemm;
Ursprungshöhe: 1.940 m
Gesamtlänge: 103 km
M√ľndungsbereich und Fluss: zwischen
den Städten Salzburg und Freilassing
in die Salzach
M√ľndungsh√∂he: 404 m
Nutzung: Mittelalter bis Beginn des 20.
Jh. (1912/13) als Haupt-Triftgewässer
zur Saline Reichenhall. Im Mittelalter
schiffbar im unteren Bereich bis zur
Salzach.
Grenzfluss: Staatsgrenze Republik
√Ėsterreich‚ÄďBundesrepublik Deutschland
Landesgrenze zwischen Land Salzburg
und Freistaat Bayern
Merkmale: Gebirgsfluss mit seinen
typischen Eigenschaften; gr√ľnliche
Wasserfärbung aufgrund der
Kalkhaltigkeit in kleinsten Teilchen
(Kitzb√ľhler Alpen)
Name: Im √§ltesten G√ľterverzeichnis
Salzburgs, Noticia Arnonis aus dem
Jahr 788 n. Chr. als ‚ÄěSala‚Äú eingetragen.
Erst im 17. Jh. erscheint die jetzige
Bezeichnung Saalach. Im Quellbereich
und Glemmtal, wo er sich noch als
Gebirgsbach kennzeichnen lässt, wurde
er als ‚ÄěSalpach‚Äú, Saal-Bach, Spielbach
oder Saalach-Bach, heute als Saalach
bezeichnet.

Der Gebirgsfluss ist Mittelpunkt des
Geschehens am Naturerlebnisweg
entlang der Saalach. Die Informations-
stationen sind die Visitenkarte einer
im Laufe der Jahrhunderte gewachsenen
Lebensgemeinschaft und dem daraus
resultierenden Kulturraum zwischen der
M√ľndung und ihrem Ursprung in
Hinterglemm.

Wenige Meter vor dem Informationsständer
genossen um 1890 noch Kurgäste eine Kneippkur
in einem Altwasserarm der Saalach.

Die Vernetzung der Saalach als Hauptfluss mit ihren
zahlreichen Nebenbächen, den sie begleitenden
Uferrandstreifen (Auwald, Wiesen), die seitlichen
terrassenförmigen Ablagerungen (Moränen,
Drumlins), beckenförmige Vertiefungen, die sich in
Tausenden von Jahren teilweise verf√ľllt haben sowie
Schluchten, Klammen und Wasserabst√ľrze sind f√ľr
ein intaktes Wasser-Land-√Ėkosystem von gro√üer
Bedeutung.

Die Wasserwirtschaft ist mit allen Wirtschaftsformen
des Alpenlandes eng verbunden. Der Schutz des
Menschen vor Hochwasser, Muren, Lawinen und dgl.
sind fortwährende Probleme der Bewohner.

Nicht weniger bedeutend ist die Versorgung mit
einwandfreiem Trinkwasser und die ordnungs-
gemäße Beseitigung der in neuerer Zeit verstärkt
anfallenden Abwässer unserer zivilisierten
Lebensweise und den damit einhergehenden
Gewohnheiten. Der Pinzgau im Saalachtal ist eine
seit rund 2000 Jahren von Menschen geprägte
Kulturlandschaft. Wander- und Siedlungsspuren
reichen bis in die graue Vorzeit.

Nomadisierende Jäger, Fischer und Sammler
durchstreiften bereits vor 10.000 Jahren das
örtliche Gebiet bis zu den Hohen Tauern.
Wenngleich das Alpenvorland wild- und fischreicher
gewesen sein mag, so bot das ‚ÄěInnergebirge‚Äú
mit seinen Höhlen und höher gelegenen Steigen
(Pfade) sicheren Unterschlupf und bessere
Verteidigungsmöglichkeit vor Naturgewalten und
Wildtieren. Vor- und fr√ľhgeschichtliche Funde auf
dem ‚ÄěAuh√∂gl‚Äú in Hammerau, Gemeinde Ainring
(gegen√ľber Gr√ľnau), Gemeinde Wals-Siezenheim,
√ľber dem Flussbett der Saalach (Hammerauer Bach
und Wehr) im weitverzweigten M√ľndungsdelta zur
Salzach (siehe Info-Anlagen beidseits der Saalach
am neuen h√∂lzernen Steg √ľber die Saalach),
belegen bis zur Ur-Ansiedlung aus der Jungsteinzeit
(4.500 bis 1.800 v. Chr.) wiederholte Siedlerspuren
der Menschen im Saalachtal.

Steinbachgraben ‚Äď nach einem
Tauschgeschäft zwischen Erzbischof
Leonhard II. von Salzburg und dem
Herzog Ludwig von Bayern kam
1228 die Lehenshoheit √ľber den
Pinzgau an das Erzbistum Salzburg.
Seither bildet der Steinbach die
Grenze zwischen Bayern und Salzburg.

Das von der Saalach durchzogene Talbecken von Unken
gegen die Reither Steinberge

Gemeindebereich Unken
Durchflusslänge:
9,3 km, gesäumt von weitgehend naturnaher
Flusslandschaft
Zufl√ľsse: Vier ganzj√§hrig wasserf√ľhrende Nebenb√§che aus
schluchtartig ausgebildeten Gebirgstälern entwässern das 109 km²
große Gemeindegebiet von Unken. Alle Nebenbäche mit teilweise
noch vorhandenen Klausen dienten der Holztrift zur Saline
Reichenhall (siehe Geschichte- Erlebnisweg Unken, Station 10).
Triftgewässer wie o. a. mit hoher Frequenz und heute noch sicht-
baren gut erhaltenen Bauwerken (Muckklause, Aschauklause)
Haupttriftholz: Brennholz
Haupttriftgewässer der Nebenbäche: Unkenbach mit Muckklause
und Naturdenkmal Schwarzbergklamm
Triftgew√§sser: Innersbach mit klammartigem M√ľndungsbereich
und zuflie√üendem Donnersbach diente als Klausbach f√ľr kurzes
Brennholz; Aschauerbach, Klausbach mit noch vorhandener Klause;
Steinbach, Klausbach, Grenzbach zwischen Pinzgau und Bayern
seit 1228. Die Saalach in der Gemeinde Unken zeigt sich in
Abschnitten noch ‚Äěnat√ľrlich‚Äú bis ‚Äěnaturnah‚Äú. Das hei√üt, der Fluss ist
in seiner Struktur als Lebensraum von bester Qualität. Die
√∂kologischen Verh√§ltnisse erm√∂glichen einen nat√ľrlichen Nachwuchs
der Kleintiere, die st√§ndig f√ľr ein ‚Äěsauberes‚Äú Wasser sorgen. Aber
auch die heimischen Fischarten (Bachforelle, √Ąsche, M√ľhlkoppe und
die eingeb√ľrgerte Regenbogenforelle) finden darin ihren Lebens-
raum.

Hochwasser August 2002 im Bereich
alter Sportplatz

Ungarischer Enzian

Knabenkraut

Die Saalach im M√ľndungsbereich des
Steinbaches (Grenzbach) s√ľdlich und
n√∂rdlich der neuen Br√ľcke. Deutlich zu
erkennen, das reich struckturierte
Flussbett mit Schotterbänke, Uferanriss
und turbulentem Wasser, das die
√Ąschen- und Bachforellenregion aufzeigt.

M√ľndungsbereich des
Steinbaches s√ľdlich der
neuen Br√ľcke

 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenz√ľberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterst√ľtzung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europ√§ischen Fond f√ľr
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites