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Gemeindewappen von Unken

Der Torbau soll an den erst 1929
abgebrochenen Sperrbogen des
Steinpasses erinnern, das Posthorn
an die ehemalige Funktion Unkens
als Poststation der k.u.k. Postlinie
Wien – Salzburg – Innsbruck.

Unken gegen Westen
Der Taleinschnitt markiert das sich bis zur Winkelmoosalm und dem
Schigebiet Steinplatte hinziehende Unkenbachtal.

Fünf der ehemals 12 Zechen der „Pfleg Lofer“
bilden heute das 108,83 km² große Gemeinde-
gebiet von Unken. Das Gemeindegebiet grenzt
auf einer Länge von 37,2 km an den Freistaat
Bayern, mit 23 km an die Nachbargemeinde
Lofer und mit 9,8 km an das Bundesland Tirol.
46 km² der Gemeindefläche stehen nach jahr-
hunderte langer nutzungsrechtlicher Bewirtschaf-
tung durch die Salinen Reichenhalls seit 1829
als Bayerische Saalforste im Eigentum des Frei-
staates Bayern. 24.5 km² der Gemeindefläche
sind heute im Eigentum der Ă–sterreichischen
Bundesforst AG. 13 km² landwirtschaftliche Nutz-
flächen ca. 8 km² Eigen und Genossenschaftsalmen,
der Rest entfällt auf Bauland, Verkehrsflächen, und
ungenutzte Flächen im Bergland. 1980 Einwohner
leben heute (2004) in den fĂĽnf Ortsteilen der Dorf-
gemeinde.

Die Gemeinde Unken liegt in einem, in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Becken des „Unteren Saalachtales“
zwischen Kniepass im SĂĽden und dem Steinpass im Norden. An der Ostseite begrenzt das Gebiet Reith und
Reither Alpe, an der Westseite das Gebiet Heutal und Gföll einschließlich dem Schigebiet Steinplatte das
ausgedehnte Gemeindegebiet inmitten der Salzburger Kalkalpen. In der vom Gletscher der Eiszeiten
geformten und ausgebildeten Landschaft im Saalachtal begannen die ersten Siedler auf den hochwasserge-
schützten Ebenen der Seitenmoränen sich ihren Platz zu suchen. Es war sicher nicht die planmäßige
Ansiedlung, wie wir sie uns heute vorstellen. Es dĂĽrften erste Rodungsversuche im Zusammenhang mit den
Sudpfannen in Reichenhall und das Vorhandensein einer kleinen Solequelle an der Pfannhaus-Wand
gewesen sein. Diese Menschen hatten es immerhin mit Urwaldverhältnissen zu tun. Die Verbindung zum
Alpenvorland war nicht weit, so dass sie sich durchaus erst einmal zeitweise aufhielten. Wir wissen nur, dass
im Jahr 976 n. Chr. erstmals von zwei Höfen die Rede ist. Die Ortskennzeichnung weist auf eine erste
Rodungsinsel, eine sogenannte „reut“ hin, welche als heutige Ortschaft Reith zu deuten ist. Die
Salzgewinnung in Reichenhall war damals bereits in Betrieb. Sie wurde unter primitivsten Umständen mit
Brennholz aus den nahen Wäldern, zu denen das Unken Tal noch durchaus zu zählen ist, beliefert. Wenige
Jahre später erfahren wir urkundlich (1137) aufgrund einer Schenkung des Salzburger Erzbischofs an das
Chorherrenstift in Reichersberg im Innviertel, dass der Brennholzbezug fĂĽr die Sudpfanne in Reichhall durch
„sechs dazugehörende Hofstätten in den Wäldern, die für gewöhnlich „Unchen“ genannt werden“, gesichert
ist. Aus einer 1144 datierten päpstlichen Bestätigungsurkunde für die Besitzungen des im Jahr 1136
gegründeten Augustiner-Chorherrenstift Sankt Zeno (Reichenhall), werden „Landgüter in Oweheim et Unchine“
genannt. Die Zeitfolge verdeutlicht durchaus erste dauerhafte Siedler in diesem Raum. Fest steht der Hinweis
auf die sechs Hofstätten in den Wäldern, was besagt, dass bereits von Rodungsinseln die Rede ist. Seit der
ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1137 bis zur Gründung der eigenständigen politischen Gemeinde im
Jahr 1849 war Unken mit seinen Bobmer-, Gfäller-, Niederländer-, Unkenberger- und Reither- genannten
Zechen der nördliche Teil der „Pfleg Lofer“ (Verwaltungsbezirk des Unteren Saalachtales von Unterweißbach
bis zum Steinpass). Aus den verbleibenden sieben Zechen des Pfleggerichtes Lofer bildeten sich nach dem
provisorischen Gemeindegesetz von 1849 die von Reith bis WeiĂźbach reichende GroĂźgemeinde St. Martin mit
179 km² und der Markt Lofer mit 9 km². Der Anschluss an das „Großdeutsche Reich“ im Jahr 1938 brachte für
Lofer eine Aufwertung durch die Zusammenlegung mit St. Martin zu einer Gemeinde. Nach dem zweiten
Weltkrieg entstanden neue Teilungen. Hallenstein, Au und Mayrberg verblieben bei Lofer, aus UnterweiĂźbach
und dem bis dahin zu Saalfelden gehörenden Oberweißbach entstand erstmals die eigenständige Gemeinde
WeiĂźbach. St. Martin als Sitz der ehemaligen Mutterpfarre der vier unteren Saalachtalgemeinden erlangte
wieder ihre Eigenständigkeit in neuen Gemeindegrenzen und einer verbleibenden Fläche von 64 km².

Steinbach – Brücke
SteinbachmĂĽhle

Grenzsteine an der alten
SteinbachbrĂĽcke kennzeichnen
die Staatsgrenze

Zäune begrenzen Besitz und Nutzungsflächen
im weitläufigen Gemeindegebiet

Blick auf die erstgenannten Höfe
„Ebenbranth und Feuwerseng“
im heutigen Ortsteil Reith

Die Salzgewinnung in Reichenhall war
damals bereits in Betrieb. Sie wurde unter
primitivsten Umständen mit Brennholz aus
den nahen Wäldern, zu denen das Unken
Tal noch durchaus zu zählen ist, beliefert.
Wenige Jahre später erfahren wir urkundlich
(1137) aufgrund einer Schenkung des
Salzburger Erzbischofs an das Chorherren-
stift in Reichersberg im Innviertel, dass der
Brennholzbezug fĂĽr die Sudpfanne in
Reichhall durch „sechs dazugehörende
Hofstätten in den Wäldern, die für
gewöhnlich „Unchen“ genannt werden“,
gesichert ist. Aus einer 1144 datierten
päpstlichen Bestätigungsurkunde für die
Besitzungen des im Jahr 1136 gegrĂĽndeten
Augustiner-Chorherrenstift Sankt Zeno
(Reichenhall), werden „Landgüter in
Oweheim et Unchine“ genannt. Die
Zeitfolge verdeutlicht durchaus erste
dauerhafte Siedler in diesem Raum. Fest
steht der Hinweis auf die sechs Hofstätten
in den Wäldern, was besagt, dass bereits
von Rodungsinseln die Rede ist.

Das Klausentor der
Muckklause und
Gesamtansicht der, mit
denkmalschĂĽtzerischen
Aufwand restaurierten
Hauptklause, nahe der
Winkelmoos-Alm

Pfarrkirche zum Hl.
Jakobus d. Ă„.

Das gesamte Gebiet der ehemaligen
„Pfleg Lofer“ entsorgt seine
Schmutzwässer in die Kläranlage am
Steinpass und leistet damit einen
groĂźen Beitrag zur Reinhaltung der
Saalach.

Die Mutterpfarre des Siedlungsraumes Unken
war St. Martin. Im Jahr 1190 ist diese schon
dem 1136 vom Salzburger Erzbischof Konrad I.
gegrĂĽndeten Augustiner-Chorherrenstift St. Zeno
in Reichenhall inkorporiert. Alle Gläubigen der
Unkener Zechen versammelten sich zum
sonntäglichen Gottesdienst in der Kirche zu St.
Martin. Kreuztrachten der jeweiligen Zechen
organisierten den gemeinsamen Kirchgang
entlang der Saalach zum drei Gehstunden
entfernten Gotteshaus!
1550 wurde Unken ein eigenes Vikariat,
unterstand aber weiterhin der Mutterpfarre St.Martin. Priester aus dem Kloster St. Zeno
ĂĽbten die Seelsorge aus.
1756 vernichtete ein Brand das baufällige,
romanische Gotteshaus bis auf massive Reste
des Turmes. Diese Baureste sind der älteste
Bauteil der heutigen, barocken Kirche. Bei der
1999 abgeschlossenen Renovierung kamen die
Vergoldungen der 1760/61 hergestellten
Stuckierungen wieder zur Erneuerung. Gläubige,
Pilger am Jakobsweg und kulturinteressierte
Wanderer sind zur Einkehr in das Gotteshaus
eingeladen, man findet aber auch genaueres
ĂĽber die Jakobskirche bei der Station 2 des
Unkener Geschichtsweges!

Luftaufnahme mit eingezeichneter Route
und Stationen des Unkener Geschichtsweges
Standort des Infoständers
 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzĂĽberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit UnterstĂĽtzung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites