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Fische aus der Saalach dienen dem Menschen seit
Urzeiten als Nahrungsmittel. Die Saalach mit seinen
Nebenbächen wird im 19./20. Jahrhundert noch als
artenreiches Fischgewässer von guter Qualität
beschrieben. Fischereiberechtigte beidseits des
Flusses nehmen sich seit Jahren des Gewässer-
und Artenschutzes an, um mit der Wasserwirtschaft
und den Gemeinden an der Saalach im Sinne der
von ihnen mit Selbstverpflichtung unterzeichneten
Resolution 2001 die Saalach als Lebensraum auch
für die heimischen Fischarten (Forellen, Äschen)
wieder möglichst naturnah zu gestalten.

Die Saalach ist seit 1816 flussmittig als Staats-
grenze. Wegen des seinerzeit noch nicht fixier-
baren Flussbettes wurde eine Regulierung
erforderlich. Die graphische Wiedergabe zeigt, die
einst von einem durchgehenden breiten Auwald-
gürtel geprägte Flusslandschaft, mit zahlreichen
Nebengewässern, unterschiedlichsten Lebensräume.

Seit dem 10. Jh. war die Saalach ca. 500 Jahre
schiffbar. Sie diente vor allem dem Salztransport
aus der Salinestadt Reichenhall. Als Triftgewässer
wurde die Saalach zum Transport von Kohlholz
aus dem Pinzgau für das 1537 errichtete Hammer-
werk in der Au (Hammerau) genutzt. Nähere Infor-
mationen über die Geschichte des heutigen Stahl-
werks Annahütte gibt eine gegenüber befindliche
Info-Anlage.

Energie aus Wasserkraft der Saalach wird seit 1540
bezogen (siehe Dreistufenwehr etwa 150 m fluss-
abwärts). Wasserräder an der Saalach und ihren
Nebenbächen brachten seit dem frühen Mittelalter
bis in das 21. Jh. Mühlen, Gattersägen, schwere
Schmiedehämmer udgl. in Gang. Das wiederholt
zerstörte Wehr bei Käferheim wurde 1999 neu
gebaut. Es dient zur Regulierung des Saalach-
wassers im Mühlbach, der entlang seines Laufes
einst eine Lohstampf, eine Drahtzieherei, ein
Hammerwerk, 4 Sägewerke und 7 Mühlen betrieb.

Heute ist am Mühlbach noch eine Mühle in Betrieb.
Das Wasserkraftwerk Zollhauswehr, Ainring (ca.
100 m flussabwärts) von der neuen Hammerauer
Brücke, ist seit 1987 in Betrieb. Es wurde baulich
optimal in die Flusslandschaft eingebunden. Mit
dem 1924/25 zur Sicherung der Sohle des Fluss-
bettes errichteten Zollhauswehr (Fallhöhe rund 5m)
als Multifunktionsanlage gekoppelt, spendet das
Kraftwerk mit einer Maximalleistung ca. zwei Mega-
watt.

Das neue Kraftwerk Rott (südl. der Saalachbrücke
Salzburg-Freilassing) wird seit dem Jahr 2005
betrieben. Um die Durchgängigkeit der Saalach
aufrecht zu erhalten, wurde eine Aufstiegshilfe für
Fische und damit für die Kleintierwelt im Fluss
errichtet (siehe Info-Anlage vor Ort).

Ein durchgehendes Uferwegenetz lädt ein, das
sauerstoffreiche Gebirgswasser zu Fuß oder mit
dem Rad zu genießen.

Natürlicher Flussabschnitt in Lofer mit Triftsteg –
heute Baukulturdenkmal.

 

Kraftwerk Rott, Hintergrund Staufen und Zwiesel

Wasserkraftwerk Zollhauswehr, Ainring

Ausleitungs-Dreistufenwehr (1540) für das
Kraftwerk Stahlwerk Annahütte

Käferheimer-Wehr

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites