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Schneeheide-Kiefernwald am
Ufer der Saalach

Naturnahes Saalachtal in Schneizlreuth mit B 21 und Rathaus Schneizlreuth

An der B 21 am Bodenbichl

Die Saalach besitzt im Streckenabschnitt Melleck-
Saalachsee ein Flussbett von hervorragender land-
schaftsökologischer Qualität. Diese beruht darauf,
dass der gesamte Talbereich ab Steinbach bis
Schneizlreuth eine nahezu unbesiedelte Landschaft
aufweist. Die geringe landwirtschaftliche Grünland-
nutzung begründet die außerordentlich mannig-
faltige Flora. Die im Wechselspiel Wasser-Land-
kontakt noch vorhandene Weichholz-Aue mit
Grünerlenbestand lässt selbst selten gewordene
Schmetterlinge (großer Eisvogel, großer Schiller- falter) ihren Lebensraum erhalten. Die ausge-
prägten Schneeheidekiefernwälder an den Süd-
hängen bis in den Uferbereich verweisen auf die
klimatische Sonderstellung der Saalach.

Neben den naturnahen Auwaldabschnitten gelten
die Linden-Pimpernussbestände, welche auf die
vorhandenen Föhnwinde aufmerksam machen, als
absolute Besonderheit (siehe Info-Anlage Ainring/
Freilassing, nördl. des Hausmoninger/Siezenheimer
Steges). Der unkorrigierte Flusslauf weist noch eine
Reihe von Kiesbänken auf, die als typischer
Lebensraum für Flussuferläufer und Flussregen-
pfeifer, aber auch für die heimischen Fischarten
gelten. Die häufig vorkommende Wasseramsel,
der Eisvogel, die Gebirgsstelze und die Bachstelze
beanspruchen die neben den Schotterflächen aus
dem Wasser ragenden Felsblöcke.

Der Zaunkönig fliegt munter singend von einem
zum anderen Hohlraumversteck am Ufer über dem
Wasser. Als Fische als Warnsystem bewegen sich
beim Wandern in Ufernähe, flüchtig die heimische
rotgetupfte Bachforelle. Die ebenfalls heimische
Äsche springt über dem klaren ruhig strömenden
Wasser bis spät in den Herbst nach einer Eintags-
fliege im lauen Südwind. Die auf Grund Nahrung
suchende Mühlkoppe zählt ebenfalls hinzu. Sie
verrät ebenso die Wasserqualität in ausgezeich-
neter Güte (siehe Info-Anlage Luitpoltbrücke, Bad
Reichenhall).

Wanderung in der Weißbachschlucht

Natürliches Flussbett – ein typischer Lebensraum für den Flussuferläufer

Zahlreiche Rad- und Wandertouren beidseits der
Saalach und im Weißbachtal beleben den
Tourismus.

Quellnebenbäche der Saalach sind:

– Am östlichen Ufer Aschaubach mit Klamm und
Triftklause, Eisbach (Oberjettenberg), Schwarzbach
(Unterjettenber/Reiter Alm) und Röthelbach
(Lattengebirge)
– Westl. Ufer der Weißbach mit seinem eigenen
Gewässersystem, den Höllenbach, Stabach,
Scharnbach, Litzlbach und Schwarzachen, die im
Weißbach durch die Weißbachschlucht im Ort
Schneizlreuth in die Saalach münden

Besonderer Erwähnung bedürfen die Almgebiete im
Weißbachtal und im Schwarzbachtal (Unterjettenberg).
Der Grenzwinkel im oberen Saalachtal zwischen dem
Land Salzburg und Freistaat Bayern zählt zu einer
der reizvollsten Kulturlandschaften, welche am
stärksten inneralpin geprägt ist.
Sie zählt auch zu
den letzten Resten verkehrsunbelasteter naturnaher
Flusstäler. Dass die ungestörte Berg-/Landbeziehung
mit dem von hochmontan bis alpinen Alpenpflanzen
für den Betrachter oder Erholungssuchenden in
Verbindung mit Fels und Wasser erlebbar ist, gehört
zu den großartigsten Vorzügen dieses Teils der
Tourismusgemeinde Schneizlreuth/Weißbach.
Das obere Saalachtal ist in weiten Bereichen als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Der Schwarzbach ist Naturschutzgebiet. Was könnte die
schicksalhaft angestammte und gewachsene, von
den Bewohnern gemeinsam über Jahrhunderte
mitgeprägte Landschaftseinheit mehr bezeugen,
als die bis heute erhalten gebliebenen boden-
ständigen Bauernhöfe mit ihren christlichen Haus-
symbolen. Das Festtagsgewand (Tracht), Sitte und
Brauchtum, Musik und Gesang sind weitere Elemente
kultureller Gemeinsamkeit im Saalachtal. Die
Bewohner der bis 1909 bestandenen Gemeinde
Ristfeucht/Melleck gehörten bis 1952 zur Pfarrei
Unken, Land Salzburg. Der Trachtenverein in Unken
wiederum ist Mitglied des Gautrachtenverbandes I,
Oberbayern.

„Wanderungen durch das Saalachtal  gleichen in
weiten Bereichen einem beglückenden Streifzug
durch einen botanischen Garten.“ (ANL Mai 1979)
 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites