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der Name unserer Stadtgemeinde sagt schon, wo
wir uns befinden. Die Saalach hat ihren Ursprungs-
ort ganz in der Nähe. Auf 1.940 m über dem
Meeresspiegel östlich der Kitzbüheler Alpen
sammeln sich mehrere Quellen zu einem gemein-
samen Gewässer, das sich aus dem Saalkar über
die Saalwände in das enge Glemmtal (Gemeinde
Saalbach- Hinterglemm), stürzt. Als „Salpach“
(Saalach) begibt sie sich auf einen 103 km langen
Weg in nördliche Richtung in das Alpenvorland.

Saalach mit Blick auf den Talschluss, Ursprungs-
gebiet (1.940 m) turbulentes sauerstoffreiches
Wasser – typisches Forellengewässer

Regulierte Saalach mit eingebauter Sohlschwelle
zur Verbesserung der Flussbettstruktur (Stadt
Bad Reichenhall, Ortsteil Nonn)

Das Urelement Wasser begegnet uns hier als zentrales
Thema am Naturerlebnisweg entlang der Saalach. Von einigen
Quellen gespeist, stürzt es als Wasserfall von 1.940 m
Ursprungshöhe über die Saalwände in das enge Glemmtal.
Als „Salpach“, wie die Saalach von den dortigen Bewohner
genannt wird, mündet sie nach ca. 25 km vor Maishofen in
das weite Trogtal zwischen dem Zeller See und Saalfelden.
Vor Maishofen wurde der Gebirgsfluss aufgrund vorausge-
gangener Hochwasserkatastrophen (1912) westlich am Ort
vorbei in Richtung Saalfelden etwa 7 km umgeleitet.

Mit Schotter während und nach der Eiszeit verfüllt hat sich der
Fluss an Moränen kegeln und Wällen vorbei sein eigenes Bett
geschaffen. Durch Bebauung dieser vermeintlichen Gewässer
begleitenden Freiräume kam es auch hier immer wieder zu
zerstörerischen Überflutungen. Die Folge war wiederum eine
notwendig gewordene Regulierung. Nach Einmündung der
Zuflüsse Urslau von Maria Alm kommend und der Leoganger
Ache verlässt die Saalach das Saalfeldener Becken, durchfließt
die Hohlwege, um immer wieder durch trogtal- und becken-
förmige Talraumweitungen über Lofer, Unken, Schneizelreuth
den Saalachstausee mit Talsperre zu erreichen.

Diese aufgezeigten Flussabschnitte sind als naturnah, im
Raum Lofer-Unken als natürlich zu bezeichnen. Die dort im
Mittelalter versuchten Regulierungen einfachster Art sind
heute kaum zu erkennen. Die Saalach hat sich ungestört
naturnah zurückgebildet. In Lofer selbst kann der Gebirgsfluss
durchaus als nacheiszeitlich bezeichnet werden. Ab der
Talsperre in Kibling (südl. Bad Reichenhall) ist der Fluss als
total reguliert zu beurteilen. In der Stadt Bad Reichenhall
wurde er ab 1822 westlich am Stadtkern und den Sohlequellen
vorbei bis kurz nach der Autobahnbrücke München-Salzburg
(A 8) umgeleitet.

Etwa einen Kilometer bis zur Ausleitung in Käferheim zwischen
der Saaleiten und Höglberg (Bichlbruck) hat sich die Saalach
renaturiert. Danach ist das Flussbett aufgrund der Festlegung
der Staatsgrenze zwischen Österreich und Bayern (1816)
mittig Staatsgrenze und das sichtbare Regulierungsergebnis
entstanden. Der Geschieberückhalt durch Querbauwerke
verursachte außerdem die Gefahr einer drohenden Flussbett-
eintiefung mit Sohldurchbruch. Bis kurz vor der Mündung in
die Salzach sind weitere Querbauten (Kraftwerke, Sohlab-
stürze) entstanden. Die Saalach ist der zweitgrößte Fluss im
Land Salzburg. Sie hat ein Einzugsgebiet von 1.150 km2.

Die meist grünliche Wasserfärbung beruht auf kleinste Kalk-
teile im Wasser. Bis zur Mündung legt die Saalach eine Fließ-
strecke von 103 km zurück. Sie mündet auf einer Höhe von
404 m zwischen den Städten Salzburg und Freilassing in die
Salzach. Seit einigen Jahren versucht die Wasserwirtschaft
durch Einbau von rauhen Sohlschwellen die Struktur zu
verbessern. Insbesondere durch Flussbettquerbauten wird
versucht, eine weitere Flusseintiefung zu verhindern. Die
Anliegergemeinden an die Saalach haben mit Unterzeichnung
der sog. „Saalachresolution 2001“ und Selbstverpflichtung die
Bedeutung der Saalach erkannt. Die Aufwertung des Lebens-
raumes Saalach ist anzustreben, heißt es darin u.a..

Weiter ist vorgesehen, die Verbesserung der ökologischen
Strukturen, die ökologische Durchgängigkeit zur Längsver-
netzung, die Sohlsicherung, Erhalt, Sicherung und Wiederher-
stellung von Retentionsraum zu betreiben. Auch die Stadtge-
meinde Saalfelden hat sich in dankenswerter Weise darin
beteiligt.
 

Hohlwege – kolorierte Radierungen von F. v.
Naumann, 1792

Hohlwege – kolorierte Radierungen
von F. v. Naumann, 1792

Saalachregulierung
1949-1975:
Bauspitze der
Saalachregulierung;
im Vordergrund Bsuch, Letting;
im Hintergrund
Dammbruch bei
Schönhofen, 1965

Altes Flussbett der Saalach mit
Verwerchung und Brettern als
Uferschutz

Pilotierte Faschinenleitwerke/verwerchung (Urslau
1920-1923); reguliertes strukturarmes Flussbett

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites