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In der zweiten HĂ€lfte des fĂŒnften Jahrhunderts dĂŒrften die ersten
Grundaussagen unseres christlichen Glaubens in das Saalachtal
vorgedrungen sein. Wenn von dem seinerzeitlichen Siedlungs-
zentrum der Bajuwaren im Saalfeldener Becken (ca. 1000 n.Chr.)
von einer Kirche die Rede ist, kann man den spÀten Beginn der
Kirchengeschichte im Glemmtal (ab 1410 erstmalige ErwÀhnung der
Kirche in Saalbach) durchaus verstehen. Es waren weder Gelehrte
noch Geistliche heutiger Zeit die sich um die „Seelensorge“ der
einfachen Menschen annahmen. Es waren einfache „Schriftgelehrte“
(belesene MĂ€nner und Frauen), die sich fĂŒr diese neuartigen und
seligmachenden Worte einiger Mönche und Laienprediger intere-
ssierten – diese aufnahmen und weitergaben. Im Jahr 1796 wird
im gesamten Erzbistum Salzburg von 440 Weltgeistlichen und 300
Ordenspriestern bei einer Bevölkerung von 200.000 Personen be-
richtet. Man kann durchaus erkennen, welch reale HĂ€rten, zB. die
EinfĂŒhrung der Sonn- und Feiertage fĂŒr die völlig abseits lebenden
und hart arbeitenden Bergbauern mit sich brachte. Es war vorerst
fĂŒr das Gesinde, den Knecht und die Magd dieser Schwaigen (Berg-
bauernhöfe) ein sozialer Fortschritt.
Der Lehensbauer war seinem Grundherren gegenĂŒber weiterhin
zins- und realabgabepflichtig. Diese unnachgiebig pĂŒnktlich zu
erbringenden zusÀtzlichen Leistungen brachten so manchen an
den Rand des Ruins. Die Wochen- und Sonntagsdienste haben
sich daher erst allmĂ€hlich eingefĂŒhrt.
Im gesamten Pinzgau wurden im Laufe der Jahre mehrere Filial-
kirchen mit eigenen Priestern errichtet. In Zell am See befand sich
die so genannte Mitterkirche. WĂ€hrend der SĂ€kularisationszeit
(1803 - 1809) erhielten die Vikare völlige pfarrliche AmtsfĂŒhrung
mit Vermögensverwaltung usw., so dass diese einer Pfarre gleich-
gestellt waren. Dass sich die Glemmer in der christlichen Anfangs-
zeit einen eigenen Pfarrer (Priester) gehalten und ihn auch ver-
köstigt haben, ist verstÀndlich.

Alter Dorfplatz Saalbach-Hinterglemm

Saalach Ursprung

Alte und neue Schule

Die als Àlteste bekannte Schwaige (Ansiedlung berg-
bĂ€uerlicher GĂŒter innerhalb ihrer Rodungsinseln) Krum-
pfeichten, das Eibinggut (12. Jhd.) zÀhlt wohl zur ersten
Siedlung der von Menschen geprÀgten Kulturlandschaft.
Die bis zum Jahr 1848 zinspflichtigen Bergbauern wurden
freie Bauern, Grund- und Boden ihr Eigentum. Jedoch
wurden sie selbst als freie Bauern finanziell schwer
belastet. In einer Niederschrift heißt es u.a.: „Die Ge-
meindeumlage ist schon so hoch, dass eine Steigerung
nicht mehr möglich ist.“ (1908).
Trotzdem hat die Gemeinde vorbildliches geleistet und
erhielt vollste Anerkennung von der Bezirkshauptmann-
schaft. Sie hat trotz der aufgezeigten Notsituation im
Ortsteil Wiesern im Jahre 1890, und in Saalbach 1898
die Volksschulen gebaut. In Erinnerung an die Hungers-
notzeit ihrer Vorfahren, war ihnen die heimatliche Schul-
bildung ihrer Kinder wichtig.
Die Kinder mußten jedoch auch zu Hause mithelfen, das
„tĂ€gliche Brot“ zu verdienen und waren oft zu schwach
um den weiten und beschwerlichen Schulweg auf sich zu
nehmen. In welch seelischer BedrÀngnis mag so manche
Mutter mit ihren vielen KindesmÀulern gekommen sein.
Auch heute verweisen noch so manche Kapelle, Bildstock,
Weg- oder FĂŒrkreuz auf jene schwere Zeit, die es zu
ĂŒberleben galt. Hoffnung, Trost und erfĂŒllte Dankbarkeit
spiegelten sich im geistlichen Orts- und Landschaftsbild
einer Volksfrömmlichkeit, wie wir sie heute nur noch
erahnen können.

Hochaltar

Kreuzkapelle

Dorf-
brunnen
im
Zentrum

Talschlusszug

Schluchting

MĂ€rchenwald

Flur- und KleindenkmÀler

 

Im Winter 1963 ist an dieser
Stelle eine große Lawine zum
Stillstand gekommen. Zum
Danke, dass die Lawine zum
Stillstand kam, ohne grossen
Schaden anzurichten, hat die
Familie Schwabl dieses Kreuz
errichtet.

Wegkreuz zum Gedenken an
Alois Hasenauer, der 1987 im
Alter von 21 Jahren bei der
Heuernte von einem Blitz
erschlagen worden ist.

Marterl zum Gedenken an
einen Hubschrauberabsturz
(17.5.1981) im Schwarzacher-
graben, Hinterglemm. Der
Hubschrauber befand sich auf
einer Rettungsaktion und kam
dabei mit dem Seil einer
Materialseilbahn in BerĂŒhrung.

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzĂŒberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit UnterstĂŒtzung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
EuropÀischen Union
mit Mitteln aus dem
EuropĂ€ischen Fond fĂŒr
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites