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Links und rechts der Salzach befanden sich einst umfang-
reiche und dichte Auwälder, welche die Fürsterzbischöfe
als Landesherren für sich beanspruchten, um der Hohen
Jagd zu frönen. Diese Auwälder und Gebiete im Zwickel
zwischen Salzach und der in diese mündende Saalach
heißen deshalb heute noch „Herrenau“.

Diese nur für die Landesherren zur Verfügung stehenden
Jagdgebiete wurden auch als Bannwälder oder Bannauen
bezeichnet und einem strikten Nutzrecht unterstellt. Doch
1456 wurde ein dem Dorf Liefering nahe liegendes Areal
auf einzelne Höfe aufgeteilt. Die heute als „Bonauweg“
weiterlebende Benennung ist auf diese ehemalige Bannau
zurückzuführen.

Ein weiterer, heute aber in Vergessenheit geratener Flur-
name ist die „Totengrießau“, ein Teil der Herrenau, in der
Gegend vor dem heutigen Trabrennplatz. Am 12. Dezember

1800 – im Verlauf des Zweiten Koalitionskriegs –
zerstörten österreichische Truppen, die sich vor den
anrückenden  Franzosen vom linken Saalachufer
zurückzogen, die Brücke in der Rott. Ein großer Teil
der kaiserlichen Infanterie  war bei Salzburghofen
aber noch in heftige Gefechte verwickelt.

Beim Rückzug waren sie daher gezwungen, die
eistreibende Saalach zu durchqueren. Dabei fielen
und ertranken zahlreiche Soldaten. Nach der später
erfolgten Flussregulierung kam der Flurname
„Totengrießau“ wieder in Vergessenheit.
Autoren: Otmar Weber und Werner Hölzl
 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

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Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites