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Zahlreiche Vereine gestalten in Liefering das gesellschaftl.
Leben, wobei die „Peter-Penninger-Schenkung“ mit seinen
Fischern sich als Novum im Kulturraum Saalachtal darstellt.
Die erste urkundliche Erwähnung auf die Lieferinger Fischer
ergibt sich im Jahr 1493. Fortgesetzte Streitigkeiten mit
den im Winter arbeitslosen Laufener Schiffsleuten wegen
Fischwilderei veranlasste die erzbischöfliche Regierung in
Salzburg schließlich zur Festsetzung einer Fischereigrenze.

Darin erkennen wir, welche Bedeutung der Fisch als
Nahrungsmittel für die Menschen hatte. Nicht weniger
bedeutend ist die heutige Angelfischerei, sowohl in
Bezug auf das hochwertige Lebensmittel Fisch, als auch
in sozialer Beziehung zur nachkommenden Anglerjugend.

Die Fischer von Liefering waren damals bereits als
Zunft (Innung) organisiert, was auf eine ordentliche
(berufsmäßige) Tätigkeit mit Vertretungsorgan hinweist.
Die Gepflogenheiten und erlassenen Vorschriften,
Zunftfahne, Zechmeister, Anstellung und Freisprechung
von Lehrlingen nach erfolgter Prüfung, Festlegung der
Mitgliederzahl usw. stellen die kulturelle Bedeutung der
im Ort integrierten Fischer deutlich heraus.

Bauern und Fische bestimmten eins das Dorfgeschehen.
Besonderen Hinweis verdient, neben der sozialen Stellung,
dass im Jahr 1692 die Fischer bereits anregten, einen
Schullehrer für die armen, bedürftigen Kinder im Dorf
anzustellen, was schließlich im Mesmerhaus geschah.
Näheres über die Peter-Penninger-Schenkung Liefering
erfahren Sie beim Lieferinger Kulturwanderweg im Ort.

Flüsse stellen immer ein verbindendes Element dar.
Sie sind stille Botschafter fremder Regionen und
ferner Länder. Die an ihrem Lauf liegenden Orte
sind geprägt von der typischen Flusslandschaft.
Sowohl Mensch, als auch Tier finden hier ihren
Lebensraum. Diesen zu erhalten, erscheint heute
wichtiger denn je (Entstehung der Flusslandschaft
„Saalachtal“ bei den Info-Anlagen Ainring/Frei-
lassing und weiter flussaufwärts).

Von der Schönheit und Liebe zu seiner Heimat
angetan, zeichnet ein Lieferinger geheimnisvoll
den Ortskern um die altehrwürdige Kirche auf
bajuwarisch-keltoromanischen Kulturboden ringsum
eingebettet von Bergen, eine kaum mehr vorstell-
bare ursprüngliche Welt.

Das heute noch in seiner bäuerlichen Ortsdomi-
nanz geprägte Dorfensemble schwingt mit vielen
Alltagsgewohnheiten und Bräuchen über die
Saalach in das altsalzburgische Land, den Ruperti-
winkel. Auch dort hat sich über Jahrhunderte
herrschaftlicher Trennung die ursprüngliche
Kulturlandschaftseinheit in eindrucksvollen
Ortsbildern und Bräuche erhalten.

Der Bauernstand in Liefering ist aufgrund des
starken Strukturwandels der letzten Jahre
erheblich geschrumpft.Nach Eingliederung in die
Stadt Salzburg (1939) wurde damit begonnen,
große Siedlungen zu errichten. Das Dorf drohte
sich darin aufzulösen.

Die Stadt Salzburg hat schon im Jahre 1249 ein
Stadtwappen im Siegel geführt. Im roten Felde
eine gezinnte Stadtmauer, in deren Mittelteil
sich ein Stadttor mit offenen Torflügeln und
hochgezogenem Fallgitter unter einem kleinen
zweifenstrigen Türmchen befindet, während die
perspektivisch zurücktretenden Seitenteile der
Mauer je eine Schießscharte aufweisen. Hinter
der Stadtmauer erheben sich drei mit goldenem
Spitzdach gedeckte, mehrstöckige Türme, von
denen der höhere achteckige Mittelturm den
Beschauer drei Wandflächen sehen lässt, deren
jede unter dem giebelartigen Abschluss ein
Giebelfenster, darunter ein einfaches Fenster
und im unteren Stockwerke je zwei Fenster
besitzt. An den beiden runden Seitentürmen
sind im oberen Stockwerke je zwei, im unteren
Stockwerke je ein Fenster sichtbar. Das Mauer-
werk ist silber oder weiß.

Fahne Fischerinnung Liefering

Jungfischer Juni 1998

Lieferinger Fischer im Jahr 1917 – in
einer Zille an der Glan mit Taupeln

Kainzengut

In Liefering hat man jedoch früh erkannt, was es heißt, die dörfliche Heimat im engen Bekanntenkreis und
in stets hilfbereiter Nachbarschaft zu erhalten. Die Pflege des Brauchtums, die Kirche im Dorf, der Bauernhof
nebenan sind lebendiges Gemeinschaftsgut geblieben. Mit festem Willen der Bewohner und ihrer Vertreter
gelang es das Dorf in der Stadt zu bewahren und im herkömmlichen Alltag mit Leben zu füllen.
 

Saalachspitz – Mündung von Saalach und Salzach
(Grenzflüsse, seit 1816 reguliert)

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites