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Das alte Kraftwerk Rott
Das alte Kraftwerk Rott wurde in den 40er Jahren
des vorigen Jahrhunderts als „Stützkraftwerk“ zur
Sicherung der Eisenbahnbrücke erbaut. Nach über
50 Jahren hat das Wasserkraftwerk das Ende
seiner technischen Lebensdauer erreicht. Aufgrund
der veralteten Technik bestand jederzeit die
Gefahr, dass die Grundablässe bzw. Turbinenein-
läufe zuschottern könnten.

Da die Sohle der Saalach immer weiter absank
und sich dadurch die Fließgeschwindigkeit des
Wassers permanent erhöhte, war eine Schotter-
einbringung zur Sicherung des Kraftwerks
notwendig geworden. Seit 1998 mussten im
Stauraum Kiebling bei Bad Reichenhall jährlich
60.000 m3 Schotter ins Unterwasser der Saalach
abgegeben werden. Das ist ein Volumen von der
Fläche eines Fußballfeldes mit 10 m Höhe.

Ein Großteil dieses Schotters wird früher oder
später am Hohlwehr ankommen und muss dann
in die Salzach weiter geleitet werden. Somit war
kein sicherer Betrieb des Kraftwerkes mehr
gewährleistet und auch ein wirksamer Hoch-
wasserschutz konnte nicht mehr sichergestellt
werden. Auch aus ökologischer und ökonomischer
Sicht war das Kraftwerk veraltet. Eine Neuerrichtung
war notwendig.

Ein Kraftwerk im Wandel der Zeit

1940: Planung einer Sohlschwelle zur Sicherung
der Eisenbahnbrücke auf Grund der Zerstörung
der bisherigen Sohlrampe durch ein Hochwasser.

1941: Baubeginn des „Stützkraftwerk Rott“
(Flusskilometer 2,5)

Ende des Zweiten Weltkrieges: Bau wird aus
Mangel an Material und Arbeitern eingestellt.
Das Kraftwerk ist nur zu zwei Drittel fertig.

1946: Weiterbau unter schwierigsten Bedingungen.

1950: Inbetriebnahme des Kraftwerks nach neun
Jahren Bauzeit.

ab 1998: Gefahr der Zuschotterung der Grundab-
lässe bzw. Turbineneinläufe. Die Sohle der Saalach
sinkt immer weiter ab. Auch der Hochwasserschutz
durch das Kraftwerk ist nicht mehr gewährleistet.

Herbst 2002: Das Kraftwerk erreicht sein
technisches Lebensalter und kann nicht mehr
wirtschaftlich betrieben werden. Die Salzburg AG
beginnt flussabwärts ein neues Kraftwerk zu bauen.
Im ersten Bauabschnitt wird die neue Wehranlage
aufgebaut.

Dezember 2003: Im zweiten Bauabschnitt wird das
Krafthaus mit den zwei Kaplan-PIT-Turbinen errichtet.

Oktober 2004: Das alte Kraftwerk wird abgerissen.

Dezember 2004: Inbetriebnahme des neuen
Saalach-Kraftwerks Rott.

Bauarbeiten am KW Rott 1948/49
(Archiv Stadt Salzburg)

Das KW Rott
in den 50er-Jahren
(Archiv Stadt Salzburg)

 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites