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Passage für Fische
Auf die ökologischen Gesichtspunkte hat die
Salzburg AG bei der Neuerrichtung des Saalach-
Kraftwerks Rott besonderes Augenmerk gelegt.
Um den artenreichen Fischbestand zu erhalten,
wurde gemeinsam mit dem Institut für Ökologie
ein umfassendes Konzept erarbeitet.
So wurde eine Fischpassage nach modernsten
Erkenntnissen der Wasserökologie angelegt.
Die Saalach beheimatet ungefähr 35 Fischarten,
darunter den selten gewordenen Huchen, der bis
zu 10 kg schwer wird.

Um diesen artenreichen Fischbestand zu erhalten,
wurde gemeinsam mit dem Institut für Ökologie
ein umfassendes Konzept erarbeitet, welches mit
der Gewässeraufsicht des Amtes der Salzburger
Landesregierung und den Fischereiberechtigten
abgestimmt wurde. So enstand eine Fischpassage
nach modernsten Erkenntnissen der Wasseröko-
logie. Die Anlage ist eine Kombination aus techn.
Fischwegen und dazwischenliegenden naturnahen
Fließgewässerabschnitten.

Die gesamte Fischpassage ist 330 Meter lang und
überwindet einen Höhenunterschied von 10,50
Meter. Bei der Errichtung des technischen Teils
wurden neuartige Fertigteilelemente verwendet,
die wie ein ziehharmonikaförmiges Treppenhaus
angereiht wurden. Dadurch konnte die Fischtreppe
in wesentlich kürzerer Zeit und kostengünstiger
errichtet werden. Die Unterschiede in den Wasser-
spiegeln der Ebenen sind so gering, dass die
kleinen wie auch die großen Fische und sogar
Flusskrebse den Weg vom Unterlauf der Saalach
in den Stauraum finden können. Eine Wasser-
menge von 300 l/s gewährleistet eine sichere und
permanente Wasserführung in der Fischpassage.

Quelle: verändert nach HEITMANN B. 2003,
ASV Nienborg Dinkel e.V. -
www.asv-nienborg.de

Wie funktioniert eine Fischpassage
(Fischtreppe)?
Fische können zwar nicht gehen und Treppen
steigen, aber sie können in so genannten
Fischtreppen schwimmen und damit Staustufen
und Wehre von mehreren Metern überwinden.
Bei vielen wasserbewohnenden Tieren wie Fische
und Kleinlebewesen gehört die Wanderung in
höher gelegene Flussbereiche zum natürlichen
Lebenszyklus.

Viele Fischarten, auch jene mit einen nicht so
ausgeprägtem Wanderverhalten wie z.B. der
Hecht wandern in ihrem Lebensraum um geeignete
Laichplätze zu finden. Früher versperrten Wehr-
anlagen und Staustufen in den Gewässern
den Aufstieg der wandernden Fische. Mit Hilfe
einer Fischtreppe können die aufwärts wandernden
Fischarten Wasserspiegeldifferenzen von mehreren
Metern überwinden.

Unterhalb von Wehranlagen folgen die Fische der
Wasserströmung, bis sie vor den Stauanlagen
gebremst werden. Sie finden dann aber den Weg
durch die ständig mit Wasser durchlaufende
Fischtreppe und gelangen so in den Oberlauf
des Flusses. Eine Trennung von Ober- und Unter-
lauf kann also durch eine Fischtreppe überwunden
werden und damit maßgeblich zum ökologischen
Gleichgewicht unserer Gewässer beitragen.

Barbe

Elritze

Koppe

Naherholungsgebiet Saalach
Bei der Rekultivierung im Umfeld der Kraftwerksanlage wurde dem Umstand Rechnung getragen, dass es sich hier um ein Naherholungsgebiet handelt. Daher wurde auf eine dichte Bepflanzung verzichtet. In Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden wurden ausgewählte Pflanzen und Gewächse rekultiviert um eine typische regionale Bepflanzung zu gewährleisten.

Bachforelle

 

Äsche

Huchen (Harra)

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites