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BĂ€che und FlĂŒsse sind Lebensadern der Landschaft.
Seit eh und je hat sie der Mensch als Nahrungs-
und Energiequelle, als Verbindungs- und Transport-
wege genutzt.
Jahrhundertelang hat er mit bescheidenen Mitteln
versucht, sich gegen Hochwassergefahren zu
schĂŒtzen. Es blieb diesem Jahrhundert und seinen
technischen Möglichkeiten vorbehalten, das
ursprĂŒngliche Aussehen unserer FlĂŒsse zu
verÀndern und sie auch bis zur Unkenntlichkeit zu
nutzen. Bis auf wenige Kilometer (ca. 20 km) ist
die Saalach heute unterschiedlich reguliert. Flussbettunterlagerungen und Kraftwerkbauten mit
Staustufen (bzw. Ausleitungsbauwerken) prÀgen
den GewÀsserlebensraum und kennzeichnen den
heutigen Talraum. Der Flussabschnitt Scheffsnoth/
Lofer bis Unterjettenberg/Schneizlreuth ist natĂŒrlich
bis naturnah erhalten.
Die FlĂŒsse sind, oft kaum beachtet, stille Vermittler
fremder Regionen und ferner LĂ€nder. Sie vereinigen
insbesondere Natur und Kultur. Die an ihren Ufern
befindlichen Orte sind geprÀgt von der typischen
Flusslandschaft und eingebunden in ein gesamt-
europÀisches Flusssystem. Diese zu erhalten, ist
heute wichtiger denn je. Mit Blick vom 2.009 Meter
hohen Saalkogel befinden wir uns östlich der
KitzbĂŒheler Alpen auf rund l.940 m oberhalb der
SaalwÀnde im Quellgebiet der Saalach. Die erste
grĂ¶ĂŸere Ansiedlung am Fluss fĂŒhrt den Namen
„Saalbach“. Auf einer LĂ€nge von 103 km fließt die
Saalach ungefÀhr 70 km durch den Pinzgau, Land
Salzburg.
Ab der östlichen Grenze am Steinbach, Gemeinde
Unken und Gemeinde Schneizelreuth, verlÀuft sie
bis zum Aschau-Bach in der Gemeinde Unken als
mittiger Staatsgrenzfluss (etwa 3,5 km). SpÀter,
etwa 150 m flussabwĂ€rts der AutobahnbrĂŒcke
MĂŒnchen-Salzburg fließt sie wiederum flussbett-
mittig bis zur MĂŒndung in die Salzach auf Höhe
404 Meter ĂŒber dem Meeresspiegel zwischen den
StÀdten Salzburg (Ortsteil Liefering) und Freilassing
(Ortsteil Salzburghofen, Landkreis Berchtesgadener
Land/Bayern). Dieser Grenzverlauf wurde im Jahr
1816 zwischen Österreich und Bayern geregelt.
Das FĂŒrsterzbistum Salzburg kam zu Österreich,
das Gebiet westlich der Salzach und Saalach
(„Rupertwinkel“) verblieb jedoch in Bayern. Die
Flussnamen sind ein Erbe aus römischer Zeit.
Der Name „Sala“ erscheint bereits im Ă€ltesten
Salzburger GĂŒterverzeichnis. Erst im 17. Jahr-
hundert tritt der heutige Name daneben auf.

li. Hauptfluss mit sehr turbulenter Durchströmung
und bewaldeter Felsabsturz, mittig Sand-/Kiesge-
schiebe, re. ruhig fließendes mit Felsbrocken abge-
setztes Wasser und versicherter Uferbereich, im
Vordergrund Felsbarriere, hinten flach auslaufendes
naturnahes Ufer

Bachforelle

Reguliertes (umgeleitetes) und mit Steinversatz
ausgebautes Flussbett der Saalach am Bratenberg
 

Flussschnecke

Eintagsfliege

Steinfliege

Eintagsfliegen-
larve

Steinfliegenlarve

Bachflohkrebs

Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf und genießen
Sie das Panorama der Berge und die Landschaft mit
dem klarem Wasser. Ein erholsamer Tag!
Die Saalach ist ein Gebirgsfluss, entspringt aus
mehreren Quellen ganz in der NĂ€he und fließt nach
Norden hinaus in das Voralpenland. Die Saalach ist
ein FließgewĂ€sser im Gegensatz zu einem Stillge-
wÀsser. Sie ist im Oberlauf noch sehr klein (Gebirgs-
bach).
Weitere Merkmale kennzeichnen die Saalach als
Gebirgsfluss. Es ist vor allem das relativ schnell
fließende, turbulente, sauerstoffreiche und kalte
Wasser, das ĂŒber eine starke Flussbettsohle aus
Schotter, Sand und großen Felssteinen strömt. Mit
jedem Hochwasser fĂŒhrt die Saalach Geröll und
unterschiedlich grobkörnigen Schotter aus den Bergen
mit. Außerdem sind feine kalkhaltige Schwebeteilchen
dabei, die das Wasser oft grĂŒnlich erscheinen lassen.
Die LÀnge der Saalach, im VerhÀltnis zur Wasser-
menge, der geringen Tiefe, dem kleinen Querschnitt,
sowie der Fließbewegungen, bedingen eine sehr enge
Verbindung mit dem angrenzenden Talraum.
Die Saalach mit ihrer Flusslandschaft stellt eine Lebensgemeinschaft dar. Aus dem ĂŒber FelsabstĂŒrze
und sonstigen starken GefĂ€llstrecken reißenden
Gebirgsbach, entwickelt sich im weiteren Verlauf im Tal
der typische Gebirgsfluss, mit seinem lockeren
Schotter-Flussbett, welches den Lebensraum fĂŒr die
hierfĂŒr eingestellten, oft unbekannten Unterwasser-
lebewesen darstellt. Die Vielfalt dieser Lebewesen
hÀngt wesentlich von der Vielfalt der Strukturen im
FließgewĂ€sser und dem Angebot an verschiedenen
LebensrÀumen ab. In einem naturnahen Abschnitt
der Saalach hat man in den vergangenen Jahren eine
Individuenzahl dieser Mikrolebewesen von bis zu
80.000 StĂŒck pro m2
Flussbett-SchotterflÀche ermittelt.
Eine fĂŒr uns kaum vorstellbare Lebensgemeinschaft,
die fortwĂ€hrend fĂŒr die natĂŒrliche Reinigung des Fluss-
wassers sorgt.

Versuchen Sie es selbst einmal , diese Unterwasserwelt
in der Saalach zu entdecken: Drehen Sie einfach
einmal einen Stein in so einem Feuchtbereich um,
oder nehmen Sie eine handvoll Schotter/Sandgemisch
aus dem Fließwasser.

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzĂŒberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit UnterstĂŒtzung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
EuropÀischen Union
mit Mitteln aus dem
EuropĂ€ischen Fond fĂŒr
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites