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Gemeindewappen

Seit dem Jahre 1556 sind für den Ort
Lofer Marktprivilegien vorhanden und
der Markt Lofer scheint auf den Land-
tafeln des Erzstiftes Salzburg auf.

In einem von Rot und Blau geteilten
Schild die von einem ovalen goldenen
Nimbus umgebene, auf der Mondsichel
stehende Gestalt der heiligen Maria,
eine Krone auf dem Haupte, in der
rechten Handdas Szepter, in der
Linken das Jesuskind haltend.

Verleihung des Wappens am
2. Februar 1931

Marktplatz Lofer, mit Rathaus

Pfarrkirche Lofer – im Hintergrund die Loferer Steinberge

Die ältesten Bodenfunde im Raum Lofer bezeugen
die Anwesenheit von Menschen bereits aus der
Steinzeit (etwa 1.200 v. Chr.), die sich gelegentlich
hier in Höhlen aufgehalten haben. Als Jäger,
Fischer und Früchtesammler haben sie das Inner-
gebirge entlang des Flusses auf der Suche nach
Nahrung erkundet. Erste Siedlerspuren aus der
Jungstein zeit (4.500 - 1.800 v. Chr.), dürften sich
aus dem durch Bodenfunde eindeutig nachge-
wiesenen Erstsiedlungplatz im Saalachtal, auf dem
„Au-Högl“ in Hammerau im Alpenvorland, in das
Innergebirge vorgewagt haben (siehe Info-Anlage
in Unken, nahe der Brücke über die Saalach zum
Schütterbad).

Zu Beginn des 14. Jahrhundert wird Lofer bereits
als „foro Lover“ bezeichnet und im Jahr 1473
erstmals als Markt erwähnt. Lofer liegt im
Kreuzungsbereich uralter Fernverkehrs- und
Handelsstraßen, die bis in die Säumerzeit
zurückreichen. Ob aus dem Voralpenland, über
den Hirschbichlpaß oder in umgekehrter Richtung,
kreuzten sich seit urdenklichen Zeiten hier die
Wege. Lofer wurde zur Drehscheibe des Handels-
verkehrs, was auch mehrere Streufunde aus
vorchristlicher Zeit bestätigen. Insbesondere
dürfte der Kupferbergbau in Viehhofen im Glemm-
tal und die Erzlagerabbautstätten in Leogang bis
in das Mittelalter erheblich dazu beigetragen
haben. Des Weiteren waren es die Salztransporte
von Hallein und Schellenberg aus über den Hirsch-
bichl nach Lofer und weiter nach Innsbruck.

Auf diese Weise rückte Lofer alsbald auch als
Versorgungs- und Aufenthaltsstützpunkt der
durchziehenden Handelsleute und Säumer-
karavannen ins Rampenlicht. Das klimatisch
begünstigte Loferer Becken führte auch bald zu
einer verstärkten Landnutzung. An dem in alle
Richtungen wichtigen Verkehrsschnittpunkt
wurden Raststätten, Herbergen, Lagerhäuser und
Versorgungseinrichtungen gebaut. Das hierfür
erforderlich gewordene Handwerk stellte sich ein.

Die Bedeutung des aufstrebenden Ortes wurde in
der Bezeichnung seiner Häuser früh bekannt.
Namen wie Fischerhäusl, Nagelschmiedhaus,
Wagnerhaus, Färberhaus, Drechslerhaus oder
Unterbäckerhaus, die Fronfeste oder das Amtshaus
bekundeten die kulturgeschichtliche Entwicklung
zum Markt.

Die Versorgungsaufgabe des Ortes wird deutlich.
Das Ledererhaus von 1786 oder später das
Pechtlgut mit der Alpgerechtigkeit auf der Loferer
Alm, das 1910 abgebrochen worden ist, die Mühl-
point (Mauthmühle), das Krämerhaus – sie alle
dienten den Grundherrschaften. Im Jahr 1763 wird
bereits von einem Kashaus (Mauth- oder Käse-
niederlassungshaus) berichtet, das auf eine
florierende Landwirtschaft verweist.

Als älteste Rodungs- und Siedlungsplätze sind
Faistau und Hallenstein bekannt. Faistau wird im
Jahr 984 zum Kloster St. Peter dienstpflichtig
angegeben, die Güter im Raum Hallenstein um
1.000-1.200. Im Jahr 1590 ging von Salzburg aus
über Bad Reichenhall, Schneizlreuth nach Lofer
und Innsbruck die erste Postverbindung. Lofer
bekam die erste Poststation. Der Blankenwirt
„Beim Planken“ in Hallenstein war seit ältester
Zeit Einkehr stätte, insbesondere für die Fuhrleute.

Weitere Grundherrschaften im Pinzgau waren St.
Zeno, Bad Reichenhall, St. Peter, Salzburg und
die Fürstpropstei Berchtesgaden. Seit dem Jahr
1906 wurden die Straßen in und um Lofer durch-
greifend ausgebaut und damit dem Kraftfahr-
zeugverkehr fortlaufend angepasst.

Königskerze

Schwalbenwurz-
Enzian

Alpenveilchen
 

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Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
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Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
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