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Über einen Zeitraum von 3.200 Jahren spannt sich
der Bogen der Bergbaugeschichte von Leogang und
der angrenzenden ehemaligen Hofmark Pillersee
und bildet eine der ältesten und bekanntesten
Bergbauregionen. Urkundlich erstmals 1425 wird
der Bergbau Schwarzleo erwähnt, wo wertvolle
Leoganger Erze zur Schmelzhütte im Steirischen
Schladming gebracht wurden. In den Revieren
Vogelhalte, Nöckelberg, Schwarzleo wurden Silber-,
Quecksilber-, Kupfer-, Nickel-, Kobalt- und Bleierze
abgebaut. Die bedeutendsten Bergbaue lagen im
Schwarzleotal. In der Blütezeit förderten 60 Knappen
63.000 Zentner Erz pro Jahr. Verhüttet wurde es
im Ortsteil Hütten, bereits 1542 gab es dort eine
Schmelzhütte.

In einem Verzeichnis aus dem 18 Jhd. sind mehrere
verschiedene Öfen als Betriebsinventar aufgelistet.
Von einem Wasserrad bewegt – sorgte ein großes
Gebläse mit 4 Windkästen für die notwendige Luft-
zirkulation. Das Verwalterhaus, der Gasthof, die
Knappenkapelle St. Anna und der ehemalige
Gebäudespeicher des Erzbischofs bestehen noch
heute. Berühmt in ganz Europa wurde Leogang im
18 Jhd. für seinen Reichtum an Nickel- und Kobalt-
erzen. Kobalt diente zum Blaufärben des Glases
in den Glashütten in Murano in Venedig. Vor allem
im Mittelalter bildete der Bergbau die Grundlage
der Wirtschaft. Der Erzbischof ließ die Knappen-
kapelle St. Anna für die Bergknappen bauen.

Die berühmten Salzburger Silbertaler wurden
vom Salzburger Pfennigmeister aus dem
hochwertigen Leoganger Silber geprägt.

Anna-Kapelle Hütten

Im Ort Leogang steht eine der schönsten Barocken
Landkirchen der Erzdiözese Salzburgs, die dem HL.
Leonhard geweiht ist, dem Pferde- und Rinderpatron
und Hauptheiligen der alpenländischen Bauern. Die
Kirche von Leogang ist die einzige Leonhardikirche
in der Erzdiözese Salzburg, die noch das
Attribut des HL. Leonhard – die Eiserne Kette –
rund um die Kirche zeigt.

Kirche St. Leonhard

Anfang des 19. Jhd. versuchten die Bergräte
Kaspar Melchior Balthasar Schroll und sein Nach-
folger Matthäus Mielichhofer die wirtschaftlichen
Verhältnisse der Berg- und Hüttenbetriebe durch
Rationalisierungsmaßnahmen zu verbessern.
Trotzdem konnte man die erstmalige Schließung
des Betriebes im Jahre 1831 nicht verhindern. Im
Jahre 1870 erlebte der Bergbau mit dem finanz-
starken Metallfabrikanten Ing. Karl Krupp eine
nochmalige kurze Blüte.
 

Altarbild Kapelle Hütten

St. Leonhard 1925

Schwalbenwurz-Enzian
(Nowotny)

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

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Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites