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Kind an einem Förderkarren

Truhenläufer beim Abtransport des Gesteins

Obwohl in der Bergordnung von Erzbischof Matthäus
Lang, aus dem Jahre 1532, die Arbeitszeit geregelt
wurde, das Jahr 35 Feiertage zählte und für Unfall
und Krankheit vorgesorgt war, blieb das Leben der
Bergknappen hart und karg. 6 1⁄2 Schichten zu je 8
Stunden pro Woche arbeiteten die Knappen im Berg.
Mit Schlägel und Eisen, mit Keilen und Brecheisen.
Konnte der Fels dennoch nicht gelöst werden, so
verwendete man die uralte Methode des Feuer-
setzens. Dies war nicht nur gefährlich, sondern auch
durch die Rauchentwicklung äußerst ungesund.
Jeden Tag mussten die Eisen erneuert werden.
Dies zeigt schon wie hart gearbeitet wurde.
Dennoch konnten täglich nur wenige Zentimeter
des Steins bezwungen werden. Die Haspler und
Säuberbuben beförderten in Kübeln das Gesteins-
material zur Hauptsohle. Die schwer beladene
Hunte schoben Truhenläufer aus dem Stollen.
Als man die Erzvorkommen noch nicht mit geo-
wissenschaftlichen Methoden ausfindig machen
konnte, war die Ausbeute der harten Arbeit
zudem sehr ungewiss. Die Knappen bauten
auf überlieferte Fundregeln, bedienten sich
Wünschelruten und setzen ihr Vertrauen in die
Hilfe Gottes.

Gezähe –
Werkzeug
der Knappen

Hl. Barbara
mit Schlögl
und Eisen

Hl. Barbara

Die Knappenkapelle in Hütten ist der Hl. Anna
gewidmet. Anna, die Mutter Marias, war die
Spenderin des Silbers. Im Mittelalter wurde Maria
mit dem Mond verglichen, dem Planet, der Silber
bedeutete. Hingegen Jesus war die Sonne – das
Gold.

Der Einfahrt-Stollen ins Schaubergwerk ist der
Hl. Barbara geweiht, eine der 14 Nothelfer. Sie ist
die Schutzpatronin der Knappen, weil der Glaube
an sie vor einem jähen Tod bewahrt und zugleich
die Knappen bei der gefährlichen Arbeit schützt.
Außerdem sah man in ihr die Retterin aus Not und
Gefahr.
Der Ausfahrt-Stollen ist dem Hl. Daniel gewidmet.
In der Hl. Schrift wird Daniel als Held der Exilzeit
des Volkes Israel in Ägypten verehrt.

Durch seinen Leidensweg, wie in der Geschichte
vom „Daniel in der Löwengrube“, erwarb er sich die
Fähigkeit zum Seher. Daher sollte er beim Suchen
und Finden von Erz helfen.

 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
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mit Unterstützung des Regional-
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Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
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EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
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