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Die Wirtschaftsgeschichte des mittleren Pinzgaues
ist nicht zuletzt die Geschichte der Landwirtschaft.
Die verstreut im Tal liegenden Höfe waren im
Mittelalter Lehengüter, und zwar zu Leibgeding
(d.h. auf Lebenszeit), zu Erbrecht oder als Freistift
(d.h. auf jederzeitigen Widerruf). Nur wenige waren
freieigene Güter, sog. Aigen. Vorherrschend wurde
Milchwirtschaft und Viehzucht betrieben.

Obergrund – Fam. Schwabl

Tödling – Fam. Zehentner

Sinnlehen – Fam. Scheiber

Blick aus Saalfelden nach Leogang mit Asitz und
Spielberghorn

Große Waldgebiete um Leogang gehören bis zum
heutigen Tag dem Freistaat Bayern. Verantwortlich
hierfür sind die Wechselfälle der Geschichte. Als
der Rupertiwinkel noch zu Salzburg gehörte, wurde
aus den Wäldern das für die Salinenbetriebe zu
Reichenhall benötigten Holz geschlagen. Im Jahre
1810 kam Salzburg mit Berchtesgaden zu Bayern,
bereits 1816 schließlich zu Österreich, wobei der
Rupertiwinkel jedoch dem Königreich Bayern zuge-
sprochen wurde. Da man bei Dürnberg mit dem
Salzabbau unter Tage bereits bis über die neue
Landesgrenze vorgedrungen war, schloß man am
18. März 1829 mit der „Salinenkonvention“ einen
staatsrechtlichen Vertrag. Diesem zufolge blieben –
vereinfacht ausgedrückt – die Salzstollen bei Öster-
reich, die Saalforste bei Bayern.

Panorama Schwarzleo – links Spielberghorn

Zeugnisse religiöser Volkskunst in den Bergbau-
bieten Europas sind in mühevoller Kleinarbeit
gefertigte Bergkrippen, bei denen das Weihnachts-
geschehen mit bergmännischen Szenen verbunden
wurde. Das ausgestellte Exemplar widmete Ferdi-
nand Aberger im Jahre 1992 dem Bergbaumuseum
Leogang. Es zeigt die historische Situation des
Bergbaues Schwarzleo im 16. Jahrhundert. Unten
links die heilige Familie und im oberen Bereich
bergmännische Arbeiten: Knappen bei der Schlägel
und Außenarbeit sowie bei der Erzförderung, an der
Haspel. Rechts oben – ein Zeitsprung sei hier
erlaubt – Bergleute vom Magnesitbergbau auf der
Inschlagalm.

Bergbaukrippe

Ortsteil Sonnberg – im Hintergrund die Leoganger
Steinberge

Leoganger Steinberge aus dem Schwarzleograben

Tischler – Fam. Mitterlehner
 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites