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120 Höhlen konnten durch die intensiven Unter-
suchungen der Höhlenforscher in den Leoganger
Steinbergen mittlerweile erforscht werden! Die
wichtigsten und bekanntesten Höhlen liegen im
Nebelsbergkar und den umgebenden Kämmen.
Es gibt viele tiefe, tektonisch gebundene, teils
wasserführende Schacht- und Kluftsysteme.
Neben der Riesenhöhle Lamprechtsofen gibt es
z.B. das über 2680 m lange und 730 m tiefe
Wieserloch. Insgesamt gibt es 1 Riesenhöhle, 7
Großhöhlen, 4 Riesenschächte und 7 Großschächte.

Am Fuß der Birnhorn-Südwand auf 1.291 m See-
höhe liegt das Birnbachloch. Im Hintergrund der
20 Meter weiten, geräumigen Eingangshalle ent-
springt der Birnbach aus einem 5-6 m großen
kreisrunden Quelltopf. Tauchversuche zur Erfor-
schung scheiterten bisher nach 20 m durch eine
verblockte Stelle am Grund des Eingangssiphons.
Das Birnbachloch ist neben dem Lamprechtsofen
die bedeutendste Wasserhöhle der Leoganger
Steinberge, wobei die Schüttung zwischen 5 Litern
im Spätherbst/Winter und 300 Litern bei Schnee-
schmelze und Starkregen schwankt.

Der Sage nach gibt es im Inneren des Berges
einen tiefen See, der immer Wasser abgibt und
nicht ergründbar ist. Als fürwitzige Besucher
Steine in den See warfen, dröhnte der dumpfe
Ruf aus der Tiefe: „Gründst du mi, so schlünd i di!“

Birnbachgletscher 2003

 

Lamprechtsofen –
zweittiefste Höhle der
Welt

Das sagenumwobene Birnbachloch (Friese)

Birnbachgletscher 1897

Die Höhlen werden im Winter von Fledermäusen als
Winterquartier genutzt, da sie hier ideale Bedingungen
für den Winterschlaf finden. Die am häufigsten in
Salzburger Winterquartieren gefundene Art ist die
Mopsfledermaus.

Direkt neben den alten Handels- und Durchgangs-
wegen gelegen, erweckte der Lamprechtsofen im
Saalachtal schon früh das Interesse der Bevöl-
kerung. Schon im Mittelalter drangen Schatzgräber
weit in die Höhle vor. Der wirkliche Durchbruch
gelang aber erst 1995: Es wurde durch den Verlorenenweg-Schacht auf 2.187 m Seehöhe ein
Eingang in den Lamprechtsofen gefunden. Der
untere Ausgang liegt auf 660 m im Saalachtal.
Insgesamt konnten 38 km Höhlensystem erforscht
werden. Der Lamprechtsofen gehört mit 1.538 m
zu einer der tiefsten Höhlen der Welt! Der unterste
Teil der Höhle wird seit 1905 als Schauhöhle
genutzt.

Das Melcherloch ist ein großes Fenster in den
Leoganger Steinbergen westlich vom Hochzint,
das einen prachtvollen Blick auf die Glocknerberge
ermöglicht. Diese Felsenfenster werden immer
Melcheroder Teufelslöcher genannt.

Mopsfledermäuse halten in den Höhlen
Winterschlaf (Forstmeier)

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites