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Leoganger Ache

Auen sind jene Bereiche entlang von Fließgewässern,
deren Grundwasser mit dem Wasserspiegel des
Baches steigt und fällt, und die bei Hochwasser
überschwemmt werden. Die typischen Gebirgsauen
sind meist kleinflächig und bestehen aus Schotter-
bänken und Grauerlenbeständen. Die bachbeglei-
tenden Gehölze bieten vielen Tieren Lebensraum.

Zudem halten die in ihrem Wurzelhorizont das
Grundwasser, regulieren dessen Abfluss und
bremsen die Hochwasserspitzen des Baches.
Allerdings wurden im 20. Jahrhundert die meisten
Flüsse reguliert. Begradigungen, Ufer- und Sohl-
befestigungen und Sperrbauwerke führen aber
meist zu dramatischen Verschlechterungen der
ökologischen Funktionsfähigkeit der Gewässer.
Viele Tier- und Pflanzenarten verlieren dadurch
auch ihren Lebensraum – ihr Bestand nimmt ab
oder sie verschwinden vollständig. Das Gewässer
verarmt bis auf wenige Arten, die sich hier noch
halten können.

Westlich von Leogang vereinigen sich der Schwarz-
leobach und Grießener Bach zur Leoganger Ache.
Diese mündet nahe des Saliterwirtes in Lenzing,
im Ortsgebiet von Saalfelden, in die Saalach.
Früher wurde die Leoganger Ache zur Holzdrift
verwendet, um das Holz der Bayerischen Saalforste
aus Leogang zur Saline nach Bad Reichenhall zu
transportieren. Der Holztransport war jedoch nur im
Frühjahr bei der Schneeschmelze und bei sommer-
lichen Hochwässern möglich.

Griessener Moor

Im Wasser und an Land zuhause – die Wasser-
spitzmaus.

 

Flussuferläufer

In den kleinen
Auwaldresten entlang
des Baches findet man
neben Grauerlen auch
Schwarzen Holunder und
Traubenkirsche.

Die Wasseramsel taucht und schwimmt sehr gut
(Pühringer).

Um nicht von der Strömung mitgerissen zu werden,
benötigen die in Bächen lebenden Tiere Haken,
Krallen, Borsten, Saugnäpfe oder schleimige
Sekrete, mit denen sie sich an den Steinen fest-
halten. Meist haben sie zudem einen abgeflachten
Körper, der – eng an den Untergrund gepresst –
dem strömenden Wasser weniger Widerstand bietet.
Typisch für Bäche sind Eintags- und Steinfliegen,
Kriebelmücken, aber auch Lidmücken und Mützen-
schnecken.

Die Wasseramsel ist der einzige europäische Sing-
vogel, der schwimmen und tauchen kann. Bei der
Suche nach Wasserinsekten gelangt sie bis in zwei
Meter Tiefe und kann eine halbe Minute unter
Wasser bleiben. Charakteristisch ist der geradlinig
dicht über der Wasseroberfläche führende Flug. Die
Wasseramsel bewohnt vor allem schnell fließende,
saubere Gewässer. In Spalten im Uferbereich,
hinter Wasserfällen, aber auch auf Vorsprüngen
unter Brücken werden die großen kugelförmigen
Nester angelegt.

Auch Wasser- und Sumpfspitzmaus sind an das
Leben im Wasser angepasst. Sie schwimmen und
tauchen bei der Nahrungssuche, wobei ihr samtiger
Pelz durch die eingeschlossene Luft nicht durch-
nässt wird. Als Beute fressen sie neben Insekten
auch Wasserschnecken. Um jagen zu können,
brauchen diese beiden Säugetierarten klare
Gewässer mit einem strukturreichen, naturnahen
Ufer.

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites