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Werkzeuge aus der Jungsteinzeit:

links: Knaufhammeraxt (Fundort: Hofham)
rechts: Steinbeil und Lochaxt (Fundort: Salzburg)

In Gold gefasstes Amethyst-Ohrringpaar und
goldener Bommelohrring.

Vollgriffschwert, Bronzezeit (1900-750 v. Chr.);
Fundort: Saalach Eisenbahnbrücke

Saalachspitz mit Überfuhr nach Muntigl und für
Wallfahrer nach Maria Plain (Josef Brendle)
 

Salzburghofen wurde um 788 n. Chr. erstmals
urkundlich erwähnt. Die ältesten Bodenfunde bezeugen bis in die Jungsteinzeit zurück die
Anwesenheit von Menschen im jetzigen Stadtgebiet
Freilassing. Im Jahr 15 v. Chr. kamen die Römer in
das Königreich der Kelten (Noricum), nördl. der
Alpen. Sie übernahmen es friedlich und bauten ihre
Siedlung in Salzburg auf unbebautem Talgrund am
Fuß des Festungsberges.

Sie nannten es Juvavum (Salzburg). Es war ihr
zentraler Verwaltungssitz, der westlich bis zum Inn
reichte. Im 5. Jahrhundert verschärfte sich die Lage
der Römer in der örtlichen Provinz Ufernorikum,
zwischen Donau und den Alpen, durch Germanen-
stämme derart, dass sie dem Rückzugsbefehl aus
Rom folgten und 488 n. Chr. das Land verließen.
Die um diese Zeit (5./6. Jh.) eingewanderten Baju-
waren nahmen das größtenteils zerstörte Land
einschließlich Juvavum in Besitz. Sie übernahmen
die politische Führung. Intensive Rodung setzte
ein, welche die Wiederbesiedelung (6./7. Jh.) des
ausgedünnten Landes, auch hier im unteren
Saalachtal verstärkt förderte. Ortsnamen wie
Piding, Ainring mit der Silbenendung „ing“ ver-
weisen auf frühbajuwarische Siedlungen.

Namen wie Gois, Wals, Nonn oder Marzoll beziehen
sich auf Ortsgründungen der Romanen, die hier
geblieben sind und über Jahrhunderte nach dem
Rückzug der römischen Truppen ihren kulturellen
Einfluss innerhalb der Dorfgemeinschaft einbrach-
ten. Der Name Freilassing hingegen ist nicht baju-
warischen Ursprungs. Er wird erstmals in einer Notiz
erwähnt, die in der Zeit zwischen 1125 und 1147
entstanden ist.

Dabei kaufte ein Vater seine Tochter von ihrem
Leibherrn frei und übergab sie dem Kloster St.
Peter in Salzburg. Mit einer solchen Verbesserung
der persönlichen Gebundenheit hängt auch der
Ortsname zusammen. Er kommt von „freilassen“
hat seine Herkunft in der rechtlichen Stellung der
einstigen Bewohner, nämlich in deren Freilassung
aus einem Abhängigkeitsverhältnis. Die Bajuwaren
errichteten seinerzeit in Salzburghofen einen
Wirtschaftshof, der die Residenz in Salzburg zu
versorgen hatte.

Die mit dem Wiederaufbau der zerstörten Stadt
betrauten Salzburger Bischöfe, allen voran der 696
aus Worms hierher gerufene Bischof Rupertus,
bekamen hierfür zahlreiche Schenkungen von dem
Bayernherzog aus dem Stamm der Agilolfinger,
der den christlichen Glauben (7. Jh.) bereits ange-
nommen hatte. Im 10. Jh. wurde auch der
Wirtschaftshof von Salzburghofen mit allen zuge-
hörigen Gütern und den größten Teil der Sole-
quellen in Reichenhall der Kirche in Salzburg
übereignet.

Als frühere Hofmark und Schrannenort (1629 be-
endet) kam die Pfarrei Salzburghofen mit 801
Seelen im Jahr 1804 zum Pfleg- und späteren
Landgericht Laufen. Als Steuerdistrikt eingeteilt
(1811) wurde Salzburghofen unter der gleich-
namigen Bezeichnung 1818 mit 170 Familien als
politische Gemeinde gebildet.

Freilassing 1913

Salzburghofen – Kirche, Pfarrhof, Ökonomie-
gebäude (Kupferstich 1731)

Dorfplatz Salzburghofen (Willi Finsterer)

Mirtlwirt

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