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Postbeamte

Werbezettel Firma
Andre Hofer Feigen-
kaffee Salzburg und
Freilassing um 1880

Postkarte aus
Freilassing

Nach den Wirren der napoleonischen Kriege (1800-
1810), die auch über die Orte beidseits der Saalach
zerstörerisch, mordend und plündernd hinwegfegten,
kam die Bevölkerung wiederholt zu wechselnden
Staatsangehörigkeiten. Im Jahr 1810 kam das
Land Salzburg zum Königreich Bayern. 1816 kam
es endgültig zum Kaiserreich Österreich. Ausge-
nommen davon waren die Gebiete westlich der
Salzach und Saalach.

Freilassing blieb damit bayerisch. Die beiden Flüsse
wurden mittig zur Staatsgrenze zwischen Bayern
und Österreich bestimmt. War das Kirchdorf Salz-
burghofen seit 1819 eine politische Gemeinde, so
war Freilassing innerhalb dieser Gemeinde nur ein
kleiner Ortsteil. Durch die Grenzziehung 1816 und
vor allem mit dem Bau der Eisenbahn 1860 rückte
Freilassing immer stärker in den Vordergrund. Mit
dem Bau des Zentralschulhauses und der Rupertus-
kirche wurde dies deutlich sichtbar.

Rege Bautätigkeit setzte weiter ein. Amtsgebäude
für Grenz- und Zollbeamte wurden erforderlich.
Bahnbedienstete siedelten sich an. Die Bevölke-
rungsstruktur änderte sich. Die bisher rein bäuer-
lichen Bewohner kamen in die Minderheit. Im Jahr
1919 zählte Salzburghofen 1.136 Personen und
Freilassing 1.462. Der wirtschaftliche Schwerpunkt
hat sich nach Freilassing verlagert. 1922 forderten
deshalb Freilassings Bürger die Änderung des
Gemeindenamens. Zum 1. Januar 1923 bekam die
Gemeinde Salzburghofen die neue amtliche
Namensbezeichnung „Freilassing“.

Zum Ende des Krieges im April 1945 wurde der
Eisenbahnknotenpunkt Freilassing durch Bomben-
angriffe der Alliierten zerstört. Zahlreiche Wohnge-
bäude lagen in Schutt und Asche. 70 Ortsbewohner
kamen dabei ums Leben. Mit dem Ende des
Krieges schöpfte die Bevölkerung neue Kraft und
Hoffnung. Mit der Eingliederung von 3.000 Heimat-
vertriebenen, 30% Bevölkerungsanteil, als aner-
kannte „Neubürger“, wie sie sich selbst nannten,
begann mit deren Potential, vor allem im produ-
zierenden Gewerbe, eine kaum für möglich
gehaltene Aufwärtsentwicklung auf allen Gebieten.

1906 wurde gegenüber dem Wohngebäude für
Zollbeamte an der Saalachbrücke ein Zollwach-
häuschen gebaut. Dort erfolgte bis zur Aufhebung
des Zollamtes 1939 anlässlich des Anschlusses
Österreichs an das Dt. Reich die Zollabfertigung.

Hangkante des einstigen Flussbettes der Saalach

Parkettfabrik; gegründet 1896

Holzmattenwerk um 1920

Hotel am Bahnhof - gegründet 1865

Die Saalach vor der Flussregulierung nach einer Karte von 1817
 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites