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Blick nach Süden (entgegen der Fließrichtung der Saalach) zu den Reichenhaller Alpen.
Im Vordergrund der neue Steg (Hammerauer Brücker) und das Stahlwerk Annahütte nebenan.

Natürliche, durchgängige Einmündung des Weißbaches in die Saalach mit erkennbar unterschiedlicher Wasserfärbung. Die Grünfärbung der Saalach kommt von Kleinstteilchen der Kitzbühler Kalkalpen.

Saalach bei Lofer mit charakteristisch
natürlichem Flussbett und ausgeprägter
Gewässerdynamik, ohne naturräumliche
Veränderung

Bäche und Flüsse sind die Lebensadern unserer Landschaft. Von jeher
hat sie der Mensch als Nahrungs- und Energiequelle, als Verbindungs-
und Transportwege genutzt. Mit Kultivierung der Landschaft blieb es
dem Menschen vorbehalten, sich vor Hochwässer zu schützen. Seit rund
200 Jahren versucht er mit technischen Hilfsmitteln diesbezüglich Vor-
kehrungen zu treffen. Eindämmung, Längs- und Querbauten, sowie
Umlagerungen bestimmen vielerorts heute das Bild der Saalach.

Diese entspringt auf 1.940 Meter Höhe östlich der Kitzbühler Kalkalpen.
In mehreren Quellbächen vereint, stürzt das Wasser über die Saal-
wände in das Glemmtal (dem sog. Ursprungstal des „Salpach“, wie sie
von den Bewohnern auch genannt wird). Über die Orte Saalbach-Hinter-
glemm und Viehhofen verlässt sie das enge Tal nach Maishofen.

Ab dort wurde sie auf einer Länge von rund 6 km (Richtung Saalfelden)
reguliert, nachdem seit dem Jahr 1912 (Jahrhunderthochwasser) und in
den folgenden Jahren 1928, 1956, 1959 weitere Hochwässer den
gesamten Talraum einschließlich Maishofen in zerstörerischer Weise
verheerende Sach- und Kulturschäden angerichtet haben. Das um
Maishofen umgeleitete Flussbett wurde nach Abschluss der Arbeiten in
den 50-iger Jahren mit Steinversatz und Einpflanzung landschafts-
gerecht gestaltet.

Etwa 70 km fließt die Saalach als Gebirgsfluss durch den Pinzgau,
verlässt in Unken/Schneizlreuth am Steinbach (Grenzbach) das Land
Salzburg, um auf einer Länge von rund 3,50 km flussmittig bis zum
Aschaubach, Gemeinde Schneizlreuth, die Staatsgrenze zu markieren.
Etwa 250 m nördlich der Autobahnbrücke A 8 (München-Salzburg) wird
sie wiederum flussmittig bis zur Mündung in die Salzach zur Staats-
grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik
Österreich. Zahlreiche Quellnebenbäche speisen den Hauptfluss, der
bis zum Bau des Saalachsees mit Talsperre (Kiblinger Sperre, 1912/13)
für die Energiegewinnung als Triftgewässer genutzt wurde.

Weitere Querbauten flussabwärts folgen. Im Jahr 1822 hat die Saalach
die Regulierung und Umleitung um das jetzige Stadtgebiet von Bad
Reichenhall erfahren. Das nach der Kiblinger Sperre auf ca. 800 m
Länge trocken gefallene Flussbett wurde ab 2004/2005 mit Restwasser
wieder reaktiviert. Die gesamte Saalach ist ca. 103 km lang. Die
bedeutendsten Nebenbäche im Pinzgau sind die Urslau bei Saalfelden,
die Leoganger Ache, die Tiroler Ache in Lofer und der Unkenbach in
der Gemeinde Unken.

Mündung des Hammerbaches im Bereich
Saalfeld-Siedlung - Gemeinde Ainring.
Als mehrstufige Sohlschwelle unpassierbar
ausgebaut, unter bricht sie den gemein-
samen Lebensraum von Kleintieren und
Fischen im Gewässersystem der Saalach.

Mehrstufig eingebaute Sohlschwelle (Staatswehr), welche die Durchgängigkeit der Saalach in
Hammerau unterbricht.

Reguliertes, strukturam ausgebautes Flussbett
der Saalach – herrlicher Ausblick zum Latten-
gebirge. Links und rechts sind die beiden Rad-
wanderwege
ersichtlich.
 

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites