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Aschenkiste
Steinbehälter für die Aufnahme und Bestattung
einer Urne. Nach der zum größten Teil erhaltenen
Inschrift waren in dieser Aschenkiste die sterb-
lichen Überreste einer sechsunddreißigjährigen
Sklavin beigesetzt, deren Namen nicht erhalten
ist (Marienkirche Salzburghofen).

Endneolithische Steinstreitaxt von der Einöde
Heidenpoint, Gem. Ainring

Urnenfelderzeitliche
Pfeilspitzen mit
Widerhaken aus dem
Ainringer Moos

Urnenfelderzeitliche
Lanzenspitze aus dem
Ainringer Moos

Ainringer Moos
 

Es ist die Rede von Menschen der Urzeit (10.000-
5.000 v. Chr.), die als Jäger, Fischer und Beeren-/
Früchtesammler im Saalachtal auf Nahrungssuche
unterwegs waren. Sie hinterließen ihre Spuren. Die
ältesten Bodenfunde im Stadtgebiet von Freilassing
reichen bis in die Steinzeit zurück.

Ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. besaßen die Kelten
hier das Land. Ihr Königreich „Noricum“ reichte im
Westen bis zum Inn. Mittelpunkt ihres dicht
besiedelten Hauptortes war Salzburg. Auf dem
Festungsberg, dem Rainberg und Kapuzinerberg
(Höhlensiedlungen) begegnen uns Fundorte.

Nachdem die Römer das Land nördlich der Alpen
annektiert (vereinnahmt) hatten, bauten sie den
unbewohnten Talraum von Salzburg zum Wohn-
gebiet aus. Ihre neue Siedlung, die sich schnell
über das Gebiet der heutigen Altstadt ausbreitete,
nannten sie „Juvavum“ – Salzburg. Als erste Stadt
in Noricum nördlich der Alpen erhielt sie bereits um
15. Jh. v. Chr. das Stadt recht.

Als Verwaltungsmittelpunkt eines „Landkreises“,
der im Westen bis zur Provinz grenze Noricums,
dem Inn reichte, hatte sie besondere Bedeutung.
Sie lag aber auch an einem Schnittpunkt des von
den Römern ausgebauten Verkehrsnetzes. Die
unter dem Namen „Römerstraße“ hier bekannte
wichtige Ost-West Verbindung war eine Hauptver-
kehrsader, von der heute noch ein Teilstück als
Erddamm im Ortsteil Bruch, Gemeinde Ainring, auf
Freilassinger Stadtgebiet, er halten ist.

Diese Römerstraße, vergleichbar zu der heutigen
Autobahn München-Salzburg, verlief als befestigter
und geschotterter Baukörper von Teisendorf/
Ufering, der heutigen Bundesstraße 304 folgend
über Straß, Adelstetten in direkter Linie auf die
Saalach zu, wo sie hier den Fluss überquerte.

Diese signifikante Straßenführung zäsiert die
beiden Kommunen (Ainring-Freilassing). Sie lebt
damit nicht nur als bedeutendes Bauwerk römischer
Geschichte, sondern vor allem in ihrer römischen
Streckenführung als lineare gemeinsame
Gemarkungs- und Gemeindegrenze selbst nach
2000 Jahren noch fort.

Römerstraße, Ortsteil Bruch, Gemeinde Ainring
Gemeindegrenze Freilassing/Ainring

Keltischer Keramiktopf mit Kammstrichverzierung;
Fundort: Hofham, Stadt Freilassing

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites