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Echtes Mädesüß am
Mühlbach (Hochstaudenflur)

Flockenblume

Blaue Glockenblume

Johanniskraut (gelb)

Knabenkraut
 

Blau Akelei

Alpenveilchen

Bachnelke

Knöterich

Flussbegleitende Auwälder sind wesentlicher
Bestandteil einer Kulturlandschaft. „Die Anlieger-
gemeinden der Saalach sind sich der Wertigkeit
eines natürlichen Flusslaufes mit teilweisem Wild-
wassercharakter bewusst.“ So heißt es in der Ein-
leitung der Verabschiedung der Saalachresolution
und Selbstverpflichtung vom 27. November 2001.
Darin wird u.a. festgestellt: „In ihrem ursprüng-
lichen Zustand war die Saalach besonders in ihrem
Mittel- und Unterlauf ein weit verzweigtes, viel-
fältig strukturiertes Gewässersystem
.

Maßgebliche Eingriffe in den natürlichen Zustand
der Saalach erfolgten vor allem durch die Saalach-
korrektion ab 1822, aber auch durch weitere
anthropogene (durch Menschen beeinflusste
Nutzungen). Diese Eingriffe und Nutzungen haben
den Zustand der Saalach erheblich beeinträchtigt.

Die Verdrängung der Weichholzau durch die Hart-
holzau ist rückgängig zu machen, die Diversität
(Vielfalt) der Auwälder ist zu fördern. Die Durch-
gängigkeitshindernisse in der Saalach einschließ-
lich Anschluss der Seitenbäche sind zu erfassen
und so schnell wie möglich zu be seitigen. Die
Durchgängigkeit ist primär in der Saalach, in
zweiter Linie in den Mühlbächen zu verwirklichen.

Damit wäre die Info-Tafel bei ihrem Thema ange-
kommen. Die Einflussnahme und ihre frühere
Nutzung (Siedlungstätigkeit, Holztrift, Wasser-
kraftnutzung und Nutzung als Vorfluter für die
häuslichen und gewerblichen Abwässer) wird in den
verschiedenen Informationsanlagen behandelt.

Es handelt sich um die Auwälder am Westufer der
Saalach von Hammerau bis zur Mündung in die
Salzach. In diesem Flussabschnitt wurde im Jahr
1816 die Saalach flussmittig zur Staatsgrenze
bestimmt.

Unter den seinerzeitigen Gewässervorgaben war
damit auch die Flussregulierung festgelegt. Für
eine angenommene Saalachmitte wurde zwangs-
läufig der weit verzweigte Flusslauf zu einem Fluss-
bett „zu Recht“ errichtet. Das Ergebnis und die
Folgen weiterer Nutzung sind hinreichend bekannt.

Seit Jahren ist die Wasserwirtschaft daher mit
rechtzeitigen Vorsorgemaßnahmen befasst. Die
Sohlsicherung wurde zum Gebot der Stunde. Die
hier auch der Erholung des Menschen dienenden
Auwälder sind „Land-Relikte“ einer sich in Jahr-
tausenden entwickelten „Urwaldlandschaft“ zu
einer Kulturlandschaft.

Nachdem die Salzach vor rund 6000 Jahren durch
Abfluss des Salzburg-Sees (Eiszeitsees) nach
Laufen und Tittmoning ihren heutigen Flusslauf
erhielt, kam die Saalach, ebenfalls als Schmelz-
wasserabfluss, hier hinzu. Zu einer Zeit, als sich
im Tal der beiden Flüsse die Vegetation zu ent-
wickeln begann gingen Wasser und Pflanzen eine
Symbiose (Zusammenleben) ein. Es war die
Geburtsstunde der Saalach-Au. Mit den Ergeb-
nissen der aufgezeigten Korrektion, insbesondere
der 1910/1913 erbauten Talsperre in Kibling und
weiteren Querbauten, kamen die Auwälder an der
unteren Saalach in Bedrängnis.

Die Geschiebeverfrachtung stellte sich zeitweise
ganz ein. Durch die kanalartig und strukturarm
ausgebaute Saalach tiefte sich der Gebirgsfluss
immer weiter ein. Die natürlichen Einmündungen
der Seitenbäche gingen verloren. Die alljährlich
wiederkehrenden Überschwemmungen wurden
seltener; bis selbst der Grundwasserkontakt mit
den Auwäldern verloren ging. Dem immer weiter
sinkenden Grundwasserstand in der Au (Nassau)
folgte die Trockenau. Die Weichholzau wich der
Hartholzau.

Naturerlebnis Radausflug in der Saalachau
am Mühlbach

Schattenblume

Libelle (Vierfleck)

Königskerze

Mehr Informationen zur EUREGIO

Ein grenzüberschreitendes Projekt
aller Gemeinden an der Saalach
im Rahmen der EuRegio Salzburg -
Berchtesgadener Land - Traunstein
mit Unterstützung des Regional-
managements Pinzgau

Mehr Informationen zur REGPI

Gefördert von der
Europäischen Union
mit Mitteln aus dem
Europäischen Fond für
regionale Entwicklung
EFRE (INTERREG)

Bilder und Text: Franz Schned, Bischofs-
wiesen und L. Hohenwartner, Unken
Gestaltung: Claudia Birndorfer, Pocking
Druck: Fa. Seeleitner, Oberndorf
Umsetzung Web:
Chiemgau-Websites